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Erfurt (29. April 2010). Anleger in Schiffsfonds kämpfen mit schwerer See, bei den Riesenradfonds dreht sich kein Rad und auch Filmfondsanleger sehen derzeit eher schwarz! „Schon oft haben wir in der Vergangenheit darüber berichtet, wie Anleger mit falschen Versprechungen regelrecht abgezockt wurden“, sagt Claudia Lunderstedt-Georgi, Dabei verweist die Geschäftsführerin des Deutschen Verbraucherschutzrings e.V. (DVS) ebenso auf den Bericht über den britischen Lebensversicherer Clerical Medical, der nunmehr einer Klagewelle deutscher Anleger ausgesetzt ist. Die Investoren hatten hohe Verluste erlitten mit kreditfinanzierten Lebensversicherungspolicen des Unternehmens. Nun müssen auch offensichtlich weitere Anleger in Lebensversicherungen um ihr Geld bangen. Unter der Überschrift „So verzocken sich Anleger beim Deal mit dem Tod“ berichtete „Die Welt“ vor wenigen Tagen über die Risiken beim Geschäft mit Lebensversicherungsfonds. Dabei werden diese seit 2002 in Deutschland recht beliebten Produkte auf der Lebenserwartung der Anleger kalkuliert. Ist diese kürzer als die Laufzeit der vom Fonds aufgekauften Lebensversicherung, so drohen herbe Verluste. Zusätzlich haben einige Fonds Fremdkapital aufgenommen, um durch die Spekulation auf Kredit die Renditen weiter zu steigern. „Diese negative Fondsentwicklung gerade im Bereich Lebensversicherungen werden wir natürlich sehr kritisch beobachten“, betont Lunderstedt-Georgi. Vielleicht könnten die Anbieter wegen Falschberatung verklagt werden, denn eine gesicherte Altersvorsorge lasse sich nur bedingt über geschlossene Fonds realisieren. Die Verbraucherschützerin rät deshalb geschädigten Anlegern zur Prüfung ihrer Unterlagen.
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