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| aktualisiert am 01.02.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (25.08.2016)

Lehmann gegen Lehmann – Vorsicht bei der Domainwahl

25. August 2016. Wer glaubt, er könne eine Internet-Domain nennen, wie er möchte, der irrt. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass eine Frau Grit Lehmann, die die Domains „gritlehmann.de“ und „gritlehmann.com“ besitzt, auch ein Recht auf die bereits besetzte Domain „grit-lehmann.de“ hat.

Die Bundesrichter argumentierten, dass eine Grit Lehmann auch ein Anrecht auf die Internetadresse „grit-lehmann.de“ haben muss (Az.: I ZR 185/14). Ein wichtiger Punkt war dabei, dass der Inhaber der Domain „grit-lehmann.de“ gar nicht Lehmann hieß, sondern die Seite für eine angebliche Lebensgefährtin halte. Die Domain musste auf richterliche Weisung freigegeben werden.

Auch beim Domiannamen gibt es rechtliche Maßgaben, an die man sich halten muss, damit es keine unangenehmen Überraschungen gibt. Grundsätzlich dürfen keine Rechte Dritter verletzt werden. Dazu zählen eben nicht nur die Namens-, Marken-, oder Persönlichkeitsrechte, auch das Wettbewerbsrecht muss beachtet werden.

Namen, Firmennamen und berufliche Bezeichnungen genießen namensrechtlichen Schutz. Demnach muss man vor der Domainwahl überprüfen, ob die Wunschdomain mit einem identischen Namen kollidiert. Auch Werktitel von Filmen, Sendungen oder Büchern, sowie Städte-, Gemeinde oder Einrichtungsnamen sind tabu.

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