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| aktualisiert am 04.04.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (08.02.2017)

Vorsicht vor hohen Renditeversprechen für die Altersvorsorge

8. Februar 2017. In Deutschland steigt die Angst vor Altersarmut und mit ihr die Bereitschaft hohe Summen für die eigene Altersvorsorge auszugeben. Das wissen auch die Anbieter an den Finanzmärkten. Wer aber glaubt, er könne ohne Risiko hohe Renditen erzielen, der täuscht sich, so der Deutsche Verbraucherschutzring e. V. (DVS), der sich seit Jahren für geschädigte Anleger engagiert. Hohe Renditen und kein Risiko sind wie Feuer und Wasser.

Immer wieder wenden sich geschädigte Kapitalanleger an den DVS (www.dvs-ev.net). Die Geldanlage hat nicht erbracht, was versprochen wurde, oder man stellt plötzlich fest, dass die Anlage für eine Altersvorsorge nicht taugt. Die Geschäftsführerin des DVS, Jana Vollmann, weiß wovon sie spricht: „Besonders schlimm wird es für die Menschen, die im guten Glauben bestehende Verträge auflösen und mit dem ausgezahlten Geld riskante Anlagegeschäfte tätigen. Wenn dann etwas schief läuft hat man gar nichts mehr außer jede Menge Ärger.“

Immer dann, wenn hohe Renditen bei angeblich risikolosen Geschäften angepriesen werden, sollte man sehr vorsichtig sein. Denn es gibt immer einen Zusammenhang zwischen Rendite und Risiko. Jährlich verlieren deutsche Anleger durch Produkte des Grauen Kapitalmarktes riesige Summen. Schätzungen gehen von Verlusten im zweistelligen Milliardenbereich aus. Die DVS-Geschäftsführerin: „Die immer wiederkehrenden Meldungen von Insolvenzen und Anlegern, die ihr ganzes Geld dabei verlieren, beschäftigen uns seit Jahren. Wie es laufen kann, wenn nichts mehr läuft, sehen wir an Beispielen wie S&K, Prokon oder der Göttinger Gruppe.“

Kann man sein Geld 100 %-ig sicher anlegen?

Nein. Diese Sicherheit wird es im Anlagegeschäft nie geben. Denn die Anbieter an den Finanzmärkten sind keine Wohltäter, deren alleinige Absicht es ist, die Anlegergelder zu vermehren. Grundsätzlich sollte man nur in Finanzprodukte investieren, die man auch versteht und eine gesunde Skepsis an den Tag legen. Hellhörig sollte man immer dann werden, wenn ein Finanzberater empfiehlt, einen Kredit für eine höhere Investition aufzunehmen. Jana Vollmann: „Manche Berater rechnen dann dem Kunden vor, dass seine Anlage wesentlich mehr Zinsen einbringt, als der Kredit kostet.“ Eine Rechnung, die äußerst selten aufgeht.

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