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| aktualisiert am 04.04.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (23.03.2017)

Guter Wein – die alternative Kapitalanlage?

23. März 2017. In Zeiten der Niedrigzinsen investieren manche Anleger in gute Weine. Wein sei fast schon das neue Gold, so Jana Vollmann, Geschäftsführerin des Deutschen Verbraucherschutzrings e. V. (DVS) allerdings müssen einige wichtige Details beachtet werden, damit das Investment keinen schalen Geschmack bekommt.

Dass im Wein Wahrheit liegt, wussten schon die Römer; dass in ihm auch kräftige Renditen liegen können, nur wenige. Das liegt daran, dass das Angebot an wirklich hochwertigen Weinen begrenzt ist. Die Ertragsmenge kann nicht einfach beliebig erhöht werden. „Das ist eine Entwicklung, von der auf Wein spezialisierte Unternehmen profitieren“, sagt Jana Vollmann vom DVS (www.dvs-ev.net). Die Hawesko in Hamburg ist ein solches Unternehmen. Sie gehört zu den größten Weinhändlern in Europa. Zur Holding gehören unter anderem Jacques’ Weindepot und die CWD Champagner- und Wein-Distributionsgesellschaft.

China entwickelt sich zu einem Land der Weinkenner; die Importe von hochwertigen Weinen in das Land der Mitte sprachen von Januar bis September 2016 auf 1,6 Millionen Dollar. Gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg von 21 Prozent. „Solche Trends erkennen Profianleger sehr schnell“, so Vollmann. „Es wundert mich nicht, dass Weine zu einem gefragten Spekulationsobjekt geworden sind.“

Wer mit Wein spekuliert, sollte ein paar wichtige Details beachten. Hochwertige Weine werden beinahe ausschließlich über Auktionshäuser wie Sotheby’s oder Christie’s gehandelt. Diese beiden Häuser wickeln rund 90 Prozent des Weinhandels ab. Die DVS-Geschäftsführerin: „Deshalb muss man beim Kauf auch das 10 bis 15 %-ige Aufgeld kalkulieren. Dazu kommen die Frachtkosten und die Transportversicherung.“ Solche Posten können den Gewinn ganz schön schmälern, weshalb auch nur in Flaschen mit extremem Spekulationspotenzial investiert werden sollte. „Entscheidend ist der Zustand der Flaschen“, so Jana Vollmann, „Käufer müssen die Kapsel, das Etikett, den Kork und den Füllstand der Flasche überprüfen.“

Mit Wein Geld verdienen setzt voraus, dass man sich mit Weinen auskennt. So müssen Investoren bei großen Weinbeständen auf die Kellerlegenden achten, die den Weg der Flasche von der Abfüllung bis zum Kunden nachvollziehbar machen. Jana Vollmann: „Bei hochpreisigen Weinen darf man nicht vergessen, dass viele gefälschte Flaschen im Umlauf sein können. Über die Kellerlegende können diese entlarvt werden. Wer mit der Materie Wein nicht so vertraut ist, sollte sich lieber an einem Unternehmen in der Weinbranche beteiligen. Der Privatanleger, der im Segment Wein gute Renditen erzielen will, braucht Fachkenntnis, die nötigen finanziellen Mittel und muss vor allem die Flaschen geschlossen halten. Und sie keinesfalls trinken.“

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