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Erfurt (12.1.2010). Im Skandal um die Leipzig-West AG hat die Staatsanwaltschaft Leipzig nun Klage gegen den Hauptgesellschafter des Unternehmens vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Leipzig erhoben. Dem Mann wird Untreue und Kapitalbetrug vorgeworfen. So soll er u.a. auch 13,7 Millionen Euro an Firmengeldern veruntreut haben. Darüber hinaus soll er dafür verantwortlich sein, dass die Gesellschaft mit unrichtigen Prospekten Anlegergelder im dreistelligen Millionenbereich einsammeln konnte. Die Leipzig West-AG hatte im Juni 2006 Insolvenz beantragt. Geschädigt wurden rund 38.000 Anleger. Fachleute schätzen den Schaden auf über 300 Millionen Euro. Nach verschiedenen Medienberichten werden von der Anklage auch Straftaten des Vorstands und der Aufsichtsratsmitglieder sowie der Wirtschaftsprüfer umfasst, so dass endlich eine vollständige Aufklärung erwartet werden kann.
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