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| aktualisiert am 03.09.2010

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
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  (18.05.2010)

Erneut Verhaftungen: Der K1-Fall Kiener weitet sich aus

Würzburg/Erfurt (18. Mai 2010). Nachdem der Hedgefonds-Manager Helmut Kiener wegen mutmaßlichem Millionenbetrugs und Untreue bereits seit Oktober 2009 in U-Haft sitzt, hat vor wenigen Tagen das Amtsgericht Würzburg zwei weitere Haftbefehle erlassen: Sie richten sich gegen den Geschäftsführer der Anlagefonds K1 Global Limited und K1 Invest Limited mit Sitz auf den Britischen Jungferninseln und gegen den Geschäftsführer einer von Kieners Anlagegesellschaft beauftragten Treuhändergesellschaft.

Damit hat die Staatsanwaltschaft ein weiteres Kapitel „der unendlichen Geschichte“ im Fall Kiener aufgeschlagen. Im Zuge der Ermittlungen habe es zuletzt auch Durchsuchungen verschiedener Objekte im Ausland gegeben, informiert die Staatsanwaltschaft Würzburg. Die drei Komplizen sollen nach einem von Kiener initiierten sogenannten Schneeballsystem die versprochenen Renditen der K1-Fonds aus den Einlagen von Neueinsteigern finanziert haben. Insgesamt sei mit einem Schaden von rund 300 Millionen Euro bei den Anlegern, darunter auch namhafte Großbanken, zu rechnen, so die Ermittlungsbehörden.

Zwar werden die umstrittenen K1-Fonds seit geraumer Zeit abgewickelt, aber im Firmengeflecht des Helmut Kiener suchten Ermittler, Gläubiger und Insolvenzverwalter bislang vergebens nach dem eigentlichen Sitz der Kiener-Firmen und den Millionenbeträgen. Gefunden wurde bisher nur eine verschwindend geringe Geldsumme. Dennoch begrüßt Claudia Lunderstedt-Georgi diesen weiteren Erfolg der Ermittlungsbehörden auch als einen Erfolg im Interesse des Verbraucherschutzes. Die Geschäftsführerin des Deutschen Verbraucherschutzringes e.V. (DVS) hat nicht umsonst eine gesonderte Arbeitsgruppe „K1-Fonds“ initiiert, in der sich geschädigte Kapitalanleger des „Kiener-Clans“ Aufklärung, Rechtsbeistand und Unterstützung holen können. Sie alle bleiben natürlich optimistisch, dass die „unendliche Geschichte“ im Fall Kiener bald ein gutes Ende nehme – die mutmaßlichen Betrüger bestraft und die Anleger nicht ganz ohne Euro.

Gegen ein solches Ende wehrt sich Kiener vehement: Gerade in der breiten Berichterstattung der „MainPost“ sieht sich der Aschaffenburger Finanz-Guru zu unrecht beschuldigt und gar verunglimpft. Aus der U-Haft heraus schrieb er einen Brief an seine Heimatzeitung in Aschaffenburg und bot sogar einen Exklusivvertrag an. Nach dessen Ablehnung wusste Kiener nur noch mit Spott und Hohn gegen die Journalisten zu argumentieren. Könnte er dabei nicht auch den Verbleib der Millionen verraten? Das wäre zu schön.

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