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| aktualisiert am 17.08.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (09.08.2013)

Polizei in Göttingen schließt betrügerische Onlineshops

9. August 2013. Die bei der Staatsanwaltschaft Göttingen eingerichtete Schwerpunktstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung der Internetkriminalität führt in Zusammenarbeit mit der Zentralen Kriminalinspektion der Polizeidirektion Göttingen ein umfangreiches Ermittlungsverfahren gegen eine Gruppe von Betrügern, die arglose Nutzer von Onlineshops um zum Teil sehr hohe Vorkassezahlungen für ihre Bestellungen gebracht haben. Auf Anordnung des Amtsgerichts Göttingen befinden sich drei der Täter seit Anfang Juli in Untersuchungshaft.

Die Täter hatten seit Mitte 2011 nach und nach mindestens 35 verschiedene Shops ins Internet gestellt, auf denen sie hochwertige Kaffeevollautomaten und Elektronikartikel zu scheinbar konkurrenzlos günstigen Preisen anboten. Arglose Internetnutzer erfuhren erst nach Aufgabe ihrer Bestellungen, dass bei einer Erstbestellung Lieferung nur gegen Vorkasse möglich sei. Es sind mindestens 1.194 Überweisungen von Geschädigten bekannt geworden, nicht selten über mehrere Hundert Euro. Der Gesamtschaden beträgt ca. 300.000 EUR. Die Ware wurde in keinem einzigen Fall geliefert.

Die Staatsanwaltschaft Göttingen hatte ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, nachdem Geschädigte Anzeige gegen einen Unternehmer aus Northeim erstattet hatten. Die Ermittlungen haben ergeben, dass die Täter die Daten des Unternehmers missbraucht und vorgespiegelt hatten, dass er einen der Shops betreibe. Nach umfangreichen Auswertungen hat sich herausgestellt, dass es sich nicht um einen einzelnen Shop, sondern um eine ganze Serie solcher handelte, was ansonsten gar nicht aufgefallen wäre.

Wegen der Komplexität des Verfahrens hat auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft das bei der Zentralen Kriminalinspektion der Polizeidirektion Göttingen eingerichtete Fachkommissariat Internetkriminalität die Ermittlungen übernommen. Die auf die Verfolgung von Internetkriminalität spezialisierten Beamten der Zentralen Kriminalinspektion haben einen wesentlichen Beitrag zu der Ermittlungsarbeit geleistet, indem sie mit erheblichem Aufwand eine Vielzahl von Daten in akribischer Kleinarbeit ausgewertet haben.

Die im Rahmen der internationalen Rechtshilfe betriebenen Ermittlungen führten zu einer Spur nach Spanien. Dort konnte schließlich einer der Haupttäter von Beamten der Zentralen Kriminalinspektion sowie durch den vor Ort ermittelnden Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Göttingen festgenommen werden. Die beiden in Deutschland ansässigen Mittäter wurden zeitgleich verhaftet.

Bei den Beschuldigten sind umfangreiche Beweismittel beschlagnahmt worden. Diese werden nunmehr ausgewertet.

Quelle: Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Göttingen und der Polizeidirektion Göttingen vom 8. August 2013

Hier einige Screenshots der Hompepages der Betrüger:

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Hier können Sie sich die Pressemitteilung als pdf herunterladen.
Hier können Sie sich die Liste mit den FAKE-Shops herunterladen.
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