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| aktualisiert am 29.05.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (02.12.2013)

Der DVS-Fernsehtipp: Geld, Gier, Betrug - Warum fallen Anleger immer wieder rein?

Das Erste; "Menschen bei Maischberger" am Dienstag, 3. Dezember 2013, um 23.30 Uhr

Trotz immer neuer Skandale bei Geldanlagen lassen sich Menschen gerne von selbst ernannten Finanzgenies blenden, vom Bankberater angeblich todsichere Papiere aufschwatzen, träumen vom schnellen Reichtum. Warum setzt ausgerechnet in Geldfragen häufig die Vernunft aus?

Gäste:
Josef Müller (ehem. Anlagebetrüger und Millionär)
Martin Schneider (Ex-Bundesligaprofi)
Anja Kohl (ARD-Börsenexpertin)
Ute Waffenschmidt (ZDF-Reporterin)

Josef Müller
"Auf die Gier der Menschen konnte ich mich immer verlassen", sagt der
"Konsul von Panama", wie die Münchener Schickeria den erfolgreichen
Steuerberater nannte. Josef Müller prellte Anleger um 7,5 Mio. Euro,
gab das Geld für seinen kostspieligen Lebensstil aus. "Ich wollte
nicht nur reich werden, ich wollte unendlich reich werden", sagt der
Ex-Multimillionär, der wegen Betrugs in mehreren hundert Fällen eine
fünfjährige Haftstrafe absaß. Heute ist er geläutert. Müller bereut
und bekennt: "Die Gier hat mich größenwahnsinnig gemacht."

Martin Schneider
Über 350 Bundesligaspiele stand der Fußballprofi für den 1. FC
Nürnberg oder Borussia Mönchengladbach auf dem Platz, hatte sich in
der 13 Jahre langen Karriere eine scheinbar sichere Existenz
aufgebaut. Doch Martin Schneider verlor eine Million Euro, weil er in
marode Immobilienfonds und in Aktien, die es nicht gab, investierte.
Sein Finanzberater, der später verhaftet wurde, hatte ihn betrogen.
Ein Einzelfall? Offensichtlich nicht. Viele Fußballprofis sind trotz
Millionengehältern überschuldet, sagen Experten.

Anja Kohl
Viele Sparer sind zurzeit ratlos: Wie soll man sein Geld anlegen,
wenn die Zinsen an einem historischen Tiefpunkt sind? Gibt es
Anlagealternativen zu Sparbuch und Festgeld, die ähnliche Sicherheit,
aber eine bessere Rendite bieten? Lohnt jetzt noch der Aktienkauf
angesichts der Höchststände an den Börsen? Oder soll man am besten
doch in eine Immobilie investieren? Die ARD-Börsenexpertin weiß
zumindest eines: "Anlagen immer streuen". Dieser Rat gelte immer.

Ute Waffenschmidt
"30 Milliarden Euro im Jahr verlieren deutsche Anleger durch falsche
Beratung", sagt die preisgekrönte ZDF-"Zoom"-Reporterin. "Und jeder
kann zum Opfer werden." Ute Waffenschmidt traf Bankkunden, die
aufgrund schlechter Berater ihr ganzes Hab und Gut verloren. Sie
schickte anonyme Testkunden los und ließ deren Erfahrungen durch
Verbraucherzentralen auswerten. Das Ergebnis der Stichproben war
ernüchternd: Die meisten Banken verkauften bevorzugt
provisionsträchtige Produkte. 

Quelle: Pressemitteilung DAS ERSTE vom 2. Dezember 2013

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