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| aktualisiert am 17.08.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (03.02.2014)

Ethisch-ökologische Geldanlagen: Ethik ist für Anleger wichtiger als Ökologie

3. Februar 2014. Ethische Aspekte sind Verbrauchern bei ethisch-ökologischen Geldanlagen wichtiger als ökologische. Ansonsten haben sie aber sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was ihnen bei dieser Form der Geldanlage wichtig ist. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa bei 1014 Personen, die darüber entschieden, wie in ihrem Haushalt finanzielle Angelegenheiten geregelt werden. In Auftrag gaben die Umfrage die Stiftung Warentest und die Verbraucherzentrale Bremen, die das Projekt „Klimafreundliche Geldanlage“ durchführt.

Vor die Wahl gestellt, hielt die Hälfte der Befragten ethische Aspekte für das wichtigste Kriterium, der Umwelt gaben nur ein gutes Viertel den Vorzug, der Rest mochte sich nicht entscheiden. Am wenigsten akzeptabel fanden die Befragten Investments, die mit Waffen und Kinderarbeit zu tun haben. Aber auch klassische Laster wie Glücksspiel, Pornografie, Alkohol und Tabak stießen auf wenig Gegenliebe, ebenso wie Atomkraft, industrielle Tierhaltung und Gentechnik in der Landwirtschaft. Auch die Finanzdienstleister schafften es noch vor Erdöl und Chemie in die Top Ten der Branche, in die kein Geld aus ethisch-ökologischer Geldanlage fließen soll.

Armutsbekämpfung wählten die Befragten am häufigsten bei der Frage, in welche Bereiche auf alle Fälle Geld fließen soll. Auf die Plätze dahinter setzten sie Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Bildung. Ökologische Themen folgen ab Rang vier mit erneuerbaren Energien, ökologischer Landwirtschaft und nachhaltiger Forstwirtschaft.

Fast die Hälfte sprach sich für die Vorgabe aus, die hinsichtlich ethischer und ökologischer Aspekte vorbildlichsten Unternehmen einer Branche zu berücksichtigen. Nur ein Drittel befürwortet einen strengeren Ansatz, der Investments aus umstrittenen Bereichen generell ausschließt.

Ausführlich sind die Umfrageergebnisse unter www.test.de/umfrage-ethisch abrufbar.

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Warentest vom 3. Februar 2014

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