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| aktualisiert am 29.05.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (11.12.2014)

Es war einmal … Das Märchen vom AKURA-Sachwertplan

11. Dezember 2014. Anleger der AKURA-Gruppe (Würzburg), gegen die im Februar 2011 das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, stehen einem vermeintlichen Totalverlust ihres angelegten Kapitals gegenüber. Dies sollten, so der Deutsche Verbraucherschutzring e. V. (DVS), die Anleger jedoch nicht einfach hinnehmen. Neben einer Forderungsanmeldung im Insolvenzverfahren, kann die Prüfung von Schadensersatzansprüchen bare Münze bedeuten.Die Versprechungen klangen zu gut um wahr zu sein – und, sie waren es schlussendlich auch nicht. Mit dem Sachwertplan bot die AKURA-Gruppe interessierten Investoren eine atypisch stille Beteiligung an. Wegen der Streuung des eingesetzten Kapitals sei höchste Sicherheit gewährleistet; Anleger würden ein hohes Abfindungsguthaben erhalten was eine gute Ergänzung zur Altersvorsorge darstellen könne. „Mit diesen Argumenten wurde der Sachwertplan bei vielen privaten Anlegern schmackhaft gemacht“, sagt Claudia Lunderstedt-Georgi, Geschäftsführerin des DVS (www.dvs-ev.net). Dazu bot die AKURA auch Genussrechte mit einer Grunddividende von 6,25 Prozent und einem Gewinnanteil an. Die DVS-Geschäftsführerin mit ihrem nüchternen Fazit: „Immer dann, wenn Versprechungen im Anlagegeschäft wie ein Märchen klingen, sind sie es leider auch. Aber es gibt immer wieder viele Berater, die es schaffen, die Märchen ihrer Auftraggeber glaubhaft zu vermitteln.“Die ersten Erschütterungen am „Fundament des AKURA-Märchenschlosses“ gab es, als die Staatsanwaltschaft Würzburg im Oktober 2010 die Geschäftsräume der AKURA durchsuchte und eine Vielzahl von Unterlagen beschlagnahmen ließ. Der Grund für die Ermittlungen war der Verdacht des gemeinschaftlich begangenen Betrugs der früheren Vorstände. Als vier Monate später über das Vermögen der AKURA Kapital Management AG und der AKURA II. Kapital Management AG das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, war den Anlegern klar, dass ihre erworbene Anlage wohl ein Totalverlust werden würde.„Das muss aber nicht so hingenommen werden“, sagt Claudia Lunderstedt-Georgi. „Vielmehr sollten die Anleger prüfen lassen, ob ihnen nicht Schadenersatzansprüche zustehen. Diese könnten sich aus einer möglichen Falschberatung, der Prospekthaftung oder dem Betrug ergeben.“ Der DVS hatte bereits im März 2011 die Arbeitsgemeinschaft „AKURA“ ins Leben gerufen. Für Mitglieder einer Arbeitsgruppe übernimmt der DVS die Kosten für eine Erstbewertung eines auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Vertrauensanwalts.

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