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| aktualisiert am 29.05.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (23.03.2015)

Medienschelte: Vorstand der Oil & Gas Invest bezeichnet Journalist als Null 

Deutscher Verbraucherschutzring
Foto: Foltolia.com

Journalistenbeschimpfungen, Drohungen und negative Veröffentlichungen in der Zeitschrift "Finanztest" und der "Wirtschaftswoche".  Jürgen Wagentrotz, Vorstand der Oil & Gas Invest AG aus Frankfurt (kurz OGI AG), wehrt sich gegen kritische Veröffentlichungen der Medien über seine "9%-Festzinsrendite PLUS". Dabei hat er sich offensichtlich mehr als nur im Ton vergriffen. In einer E-Mail an den Redakteur der Wirtschaftswoche schrieb Wagentrotz: "Für  mich sind Sie einfach eine Null und daher nicht prozesswürdig." 

Doch damit nicht genug. Wagentrotz droht dem Redakteur weiter: "Dennoch werde ich bei Ihrer Geschäftsleitung dafür sorgen, dass Sie bei dem Verlag, bei dem Sie Ihren Lebensunterhalt verdienen, keinen Schaden mehr anrichten können".  

Doch augenscheinlich hat der OGI-Vorstand nicht damit gerechnet, dass die Wirtschaftswoche das E-Mail einfach auf www.wiwo.de veröffentlicht.

Schon in den Wochen davor ging Wagentrotz gegen die kritische Berichterstattung über die OGI AG vor und sorgte dafür, dass die Meldungen anderer Zeitungen und Organisationen aus dem Netz verschwunden sind. Bei der Wirtschaftswoche hat er sich nun offensichtlich die Zähne ausgebissen.

Schwarzes Gold oder schwarzes Loch?

Bis vor kurzem konnten sich Privatanleger noch an der Oil & Gas Invest AG beteiligen und sollten dafür einen jährlichen Festzins von 9 Prozent bei einer Investition ab 1.000 Euro erhalten.  Ab einer Investition in Höhe von 5.000 Euro sollte der Zinssatz auf 10 Prozent auf ab 10.000 Euro sogar auf 12 Prozent steigen. Abgesichert sollten die Investitionen der Anleger u. a. durch spezielle "Erdöl-Wertbriefe" und durch eine Zins- und Rückzahlungsgarantie des Vorstandes Jürgen Wagentrotz sein.

Laut einer Veröffentlichung auf der Homepage des Unternehmens (www.ogi.ag) werden derzeit aber keine Gelder mehr angenommen. Ob dies mit möglichen Ermittlungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) zusammenhängt ist unklar. Die BaFin wollte sich nicht "zu laufenden Verfahren" äußern.

Man darf hier abwarten, wie sich die Auseinandersetzung zwischen Wagentrotz und den Medien weiter entwickelt.

Die große Frage ist auch, wann die OGI AG endlich das lang ersehnte und angekündigte Schwarze Gold in den USA zu Tage fördern kann und ob es wirklich die prognostizierte hohe Rendite bringt. Wenn nicht, haben die Anleger ihr Geld in ein schwarzes Loch geworfen. Wagentrotz, der nach eigenen Angaben in der Schweiz und auf Santa Lucia (Antigua) lebt, wird mit einem angeblichen Nettovermögen von 100 Millionen Euro einen Verlust vermutlich leichter verschmerzen können, als so mancher Kleinanleger.

Wir werden weiter die OGI AG und ihre Geschäfte beobachten und darüber berichten.

Hier die Links zu den Veröffentlichungen:

Finanztest:

Nachrangdarlehen: Riskantes Angebot der Oil & Gas Invest AG
https://www.test.de/Nachrangdarlehen-Riskantes-Angebot-der-Oil-Gas-Invest-AG-4824929-0/

Wirtschaftswoche:

 Jürgen Wagentrotz: "Sie sind eine Null und nicht prozesswürdig"
http://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/juergen-wagentrotz-sie-sind-eine-null-und-nicht-prozesswuerdig/11449910.html

OGI AG: Sagenhafte neun Prozent
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ttp://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/ogi-ag-sagenhafte-neun-prozent/11434696.html

Guido Maria Kretschmer wirbt für Ölinvestment: Die Geschäfte der OGI AG
http://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/guido-maria-kretschmer-wirbt-fuer-oelinvestment-die-geschaefte-der-ogi-ag/11269796.html

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