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| aktualisiert am 29.05.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (22.12.2015)

Agrofinanz GmbH: Anleger müssen ihr Geld zurückbekommen

22. Dezember 2015. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) hat der Agrofinanz GmbH aus Kleve aufgegeben, ihr Geschäft abzuwickeln. Die BaFin stellte fest, dass die Agrofinanz ohne Erlaubnis ein Einlagengeschäft betrieb. Auf der Grundlage eines Kauf-, Miet- und Rückkaufvertrags hat die GmbH Gelder angenommen und die Rückzahlung versprochen. Für dieses Einlagengeschäft hätte die Agrofinanz aber eine Erlaubnis haben müssen.

Die Agrofinanz GmbH hatte Widerspruch gegen die Abwicklungsanordnug gestellt; diesen hat das Verwaltungsgericht in Frankfurt jedoch am 23. November 2015 abgelehnt. Die Agrofinanz GmbH investierte in Rohstoffe, darunter besonders in Palmöl, was auf Kritik der Umweltschützer stieß. Wer bei Agrofinanz Geld investierte, der erwarb eine Parzelle mit Ölpalmen in Ecuador und damit das wirtschaftliche Eigentum an Grund und Boden. Die Mindesterwerbsmenge (ein Plot) lag bei etwa 0,25 Hektar Land mit ca. 35 Ölpalmen. Anleger mussten pro Plot 7.500 Euro bezahlen. Geworben hat die Agrofinanz zunächst mit Renditen von 13,5 Prozent und mehr. Nach herber Kritik von Verbraucherschützern wurde die Rendite dann nach unten korrigiert. Mit der Abwicklungsanordnung hat die BaFin dieses Geschäftsmodell nun beendet, alle Kapitalgeber haben nun einen Anspruch auf vollständige Rückzahlung ihrer Investition. Allerdings darf bezweifelt werden, in wie weit die Agrofinanz GmbH in der Lage sein wird, alle Finanzgeber zu befriedigen. Deshalb rät der DVS die Ansprüche einer fachmännischen Prüfung unterziehen zu lassen.

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