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| aktualisiert am 29.05.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (13.01.2016)

Captura-Insolvenz: Schlechte Karten für Anleger

13. Januar 2016. Für Anleger der Captura GmbH (Grasbrunn) sieht es düster aus; der Insolvenzverwalter hat bereits Massenunzulänglichkeit angezeigt. Die Anleger werden im Insolvenzverfahren vermutlich leer ausgehen, so Jana Vollmann die Geschäftsführerin des Deutschen Verbraucherschutzring e. V. (DVS). Anleger sollten dringend Schadensersatzansprüche prüfen lassen, um ihren Schaden zu begrenzen.

Die Daten sprechen eine deutliche Sprache: Am 16. September 2015 beantragte die Captura GmbH Insolvenz, das Verfahren wurde am 17. Dezember 2015 vom Amtsgericht München eröffnet (Az.: 1507 IN 2731/15) und schon vier Tage später zeigte der Insolvenzverwalter Massenunzulänglichkeit an.

„Wir empfehlen unseren Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Captura, aber auch allen sonstigen Anlegern, ihre Forderungen mit porfessioneller Hilfe anzumelden, auch wenn es nicht sehr rosig aussieht“, sagt Jana Vollmann, die DVS-Geschäftsführerin (www.dvs-ev.net). Die Captura GmbH bot Beteiligungen in Form von Nachrangdarlehen und Inhaberschuldverschreibungen zur Finanzierung von rund 100 Immobilienprojekten an und versprach eine Festverzinsung von 7,65 Prozent.

Am 15. März 2016 soll es die erste Gläubigerversammlung geben. Deshalb rät Vollmann die Forderungen umgehend anzumelden: „Darüber hinaus muss geprüft werden, ob Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden können.“ Diese könnten sich aus fehlerhafter Beratung, der Prospekthaftung oder gegenüber Vermittlern und Banken ergeben. Diese Ansprüche müssten zwar meist im Klageweg durchgesetzt werden, da die Anleger bei der Insolvenz aber vermutlich leer ausgehen werden, sei dies die einzige Möglichkeit den Schaden zu begrenzen.

Der DVS hat im September 2015 die Arbeitsgemeinschaft „Captura“ gegründet. Die Aufnahme in diese DVS-Arbeitsgemeinschaft kostet lediglich eine einmalige Aufnahmegebühr in Höhe von 59,50 Euro (inkl. MwSt.). Die Mitglieder einer DVS-Arbeitsgruppe erhalten eine professionelle Einschätzung (Erstbewertung) ihres Falles bzw. ihrer Unterlagen  durch einen vermittelten DVS-Vertrauensanwalt.

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