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| aktualisiert am 29.05.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (27.04.2016)

German Pellets: Jetzt auch Verdacht auf Steuerhinterziehung

27. April 2016. Der Firmengründer der German Pellets GmbH steht schon länger im Fokus der Staatsanwaltschaft. Jetzt ermittelt sie Medienberichten zufolge auch noch gegen den Wirtschaftsprüfer der GmbH. Damit kommt zum Verdacht auf Unterschlagung und Insolvenzverschleppung noch der auf Steuerhinterziehung hinzu, so der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS).

Die German Pellets GmbH soll, so heißt es im Handelsblatt, Millionenbeträge über Gesellschaften in Italien und Dänemark erwirtschaftet haben. Die dafür anfallenden Umsatz- und Kapitalertragssteuern seien aber nicht abgeführt worden. Neben dem Firmengründer würde damit auch der Wirtschaftsprüfer wegen des Verdachts auf Beihilfe zur Steuerhinterziehung in Augenschein genommen. Bisher habe sich die Staatsanwaltschaft jedoch nicht genauer dazu geäußert. Jana Vollmann, Geschäftsführerin des DVS (www.dvs-ev.net): „Sollte sich der Verdacht auf Steuerhinterziehung bewahrheiten, kämen im noch zu eröffnenden Insolvenzverfahren auch Forderungen des Finanzamtes hinzu. Auch wenn das möglicherweise die ohnehin schon geringen Chancen der Anleger im Verfahren noch weiter verringern sollte, ist den Gläubigern dennoch geraten, ihre Anleihen fachmännisch prüfen zu lassen.“

Unabhängig von Ansprüchen aus dem Insolvenzverfahren sollten zudem auch Schadensersatzansprüche geprüft werden. Für die Geltendmachung der Ansprüche könnten sowohl die GmbH als auch die Vermittler der Anleihen und Genussrechte in Frage kommen. „So könnten eine falsche Beratung zu den Anlagerisiken oder Prospektfehler Ansprüche auslösen. Um keine Möglichleiten zu übersehen, ist eine professionelle Unterstützung ratsam“, so Vollmann.

Der DVS hat für Anleihegläubiger von German Pellets eine Arbeitsgemeinschaft gegründet.

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