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| aktualisiert am 17.08.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (02.05.2016)

Michael Turgut wegen angeblicher Falschdarstellung seiner Finanzen vor Gericht

2. Mai 2016. Michael Turgut, Chef der insolventen Firma Futura Finanz, muss sich vor dem Landgericht Hof wegen angeblicher Falschaussagen bezüglich seiner finanziellen Lage verantworten. Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS) rät Anlegern zur Überprüfung ihrer Chancen auf Schadensersatz.

Die Staatsanwaltschaft Hof wirft dem Unternehmer Michael Turgut vor, bei seiner Abgabe der eidesstattlichen Versicherung gelogen zu haben. Er habe, so die Anklage, seine finanzielle Lage falsch dargestellt. Rund 800.000 Euro soll er damit auch seinen Gläubigern verschwiegen haben. Das Geld sei auf nicht angegebenen Konten gelandet. Offiziell war Turgut pleite, hat Privatinsolvenz angemeldet. Die Gläubiger konnten deshalb kein Geld mehr zurückbekommen. Jana Vollmann, Geschäftsführerin des DVS (www.dvs-ev.net): „Sollte sich der Vorwurf der Staatsanwaltschaft bestätigen, dann hätte er den Anlegern absichtlich Geld vorenthalten, welches ihnen zugestanden hätte.“

In jedem Fall wird dies wohl nicht der letzte Prozess für Turgut bleiben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm nämlich auch noch Betrug vor. Die dazugehörige Anklageschrift liegt längst beim Hofer Gericht. Wann jedoch endlich die Verhandlung dazu beginnt, ist ungewiss. Andere Gerichte, darunter auch das Oberlandesgericht München, haben mittlerweile eine vorsätzliche Schädigung der Anleger bestätigt. Die Vermittler sollen von ihm die Anweisung erhalten haben, Anlagerisiken zu verschleiern (Az. 23 U 3291/09). Jana Vollmann: „Inwieweit die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen gegen Turgut möglich ist, sollten geschädigte Anleger fachmännisch prüfen lassen. Zudem könnten auch die Vermittler für Ansprüche in Frage kommen.“

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