|
|
|
| aktualisiert am 17.08.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (09.05.2016)

VW-Kunden sollten zu befürchtende Ungleichbehandlung als Chance nutzen

9. Mai 2016. Volkswagen hat US-Kunden eine großzügige Entschädigung in Aussicht gestellt. Deutsche Kunden sollen damit aber nicht rechnen können. Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS) rät dennoch dazu Schadensersatzansprüche prüfen zu lassen, gerade auch im Hinblick auf die mögliche Ungleichbehandlung.

Zwischen VW und US-Behörden hat es Medienberichten zufolge eine Einigung gegeben. So ist vom Rückkauf betroffener Fahrzeuge und von 5000 Dollar Schadensersatz die Rede. Deutsche Kunden können von einem solchen Angebot aber leider nur träumen. Die Geschäftsführerin des DVS Jana Vollmann (www.dvs-ev.net): „Der Chef von VW soll zuvor bereits durchsickern lassen haben, dass Kunden aus Europa nicht die gleichen Entschädigungen erhalten werden wie Kunden aus den USA.“

Sollte es tatsächlich zu einer Ungleichbehandlung kommen, wird interessant, welche fadenscheinige Erklärung dafür herhalten muss. Auch der Chef des deutschen Verbraucherzentrale Bundesverbands kritisiert laut Handelsblatt das Vorgehen von VW. „Insbesondere in einer globalisierten Welt wie der unseren lässt sich wahrlich nur schwer begründen, warum bei gleicher Schädigung nicht jeder Betroffene die gleiche Entschädigung erhalten sollte“, so Vollmann.

Deutsche Kunden sollten sich derweil nicht davon ins Bockshorn jagen lassen. Jana Vollmann: „Noch ist im VW-Abgasskandal nicht das letzte Wort gesprochen worden. Die Entschädigungen, die den US-Kunden versprochen wurden, sollten eher als Ansporn dienen, um ähnliche Forderungen geltend zu machen. Zur Gewährleistung der bestmöglichen Schadensersatzansprüche wird daher fachmännische Unterstützung empfohlen.“

<< zurück  

zurück | drucken | nach oben | Schriftgröße: normalmittelgross