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| aktualisiert am 17.08.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (23.05.2016)

Finanzgericht: Steuerliche Berücksichtigung  bei geschenkten Anteilen

Verluste aus weiterverkauften Gesellschaftsanteilen, die man selbst geschenkt bekommen hat, sind steuerlich zu berücksichtigen, so das Finanzgericht (FG) Hamburg ( AZ 2K 258/14, Urteil vom 25. November 2015 ).

Der Fall:

Einige Tage nachdem der Kläger Anteile einer GmbH mit notariellem Vertrag geschenkt bekommen hatte, verkaufte er diese für weniger Geld wieder an eine von ihm gegründete GmbH weiter. Gegenüber dem Finanzamt erklärte er, es handelt sich hier nicht um die Absicht, Gewinn aus der Übertragung zu erzielen. Die Differenz zwischen Gewinn und Anschaffungskosten führte zu Verlusten und das machte er in seiner Steuererklärung geltend. Das Finanzamt lehnte dies aber ab. Erst das Finanzgericht erkannte den Verlust an und hält die Schenkung für wirksam. Offen bleibt jedoch, ob nicht nur beim Rechtsvorgänger, sondern auch beim Erwerber eine Absicht auf Gewinnerzielung zu verlangen sei. Die Schenkung mit der Absicht, dass der Erwerber den Verlust geltend machen kann, stellt keinen Gestaltungsmissbrauch dar.

Die Finanzverwaltung legte Revision unter dem Aktenzeichen IX 1/16 ein.

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