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| aktualisiert am 17.08.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (12.12.2016)

Die Tricks der Bausparkassen gehen in die nächste Runde

Es ist kein Geheimnis, dass sich die Bausparkassen alter Bausparverträge entledigen wollen. Wie die Verbrauchzentrale mitteilt, hat zumindest die Badenia nun eine neue Masche hierfür parat. Für die Kunden gäbe es, so die Bausparkasse, einen günstigeren Zins. Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS) warnt ausdrücklich vor derartigen Angeboten.

 

Es ist zwar nicht gelogen, dass es einen besseren Zins gibt, nur steckt der Teufel im Detail. Der Zins gilt nämlich nicht für den Sparvertrag, sondern für das Darlehen. Zumindest für Besitzer von Altverträgen ist ein Wechsel des Tarifs daher ganz und gar nicht lohnend. Der günstigere Zins für das Darlehen würde dabei mit einem wesentlich schlechteren für den Sparvertrag einhergehen. Vom Darlehen wollen viele dieser Kunden aber gar keinen Gebrauch machen, eben wegen der sehr hohen Zinsen auf ihr Erspartes. Wirklich attraktiv sei der angebotene Darlehenszins außerdem auch nicht.

 

Das Angebot der Badenia muss daher im Hinblick auf das bisherige Vorgehen der Bausparkassen betrachtet werden. Versuche dieser, die für sie ungünstigen Altverträge zu kündigen, sind keine Seltenheit, eher die Regel. Doch scheitern sie damit immer öfter vor den Gerichten. Die Verbraucherzentrale spricht zusätzlich von Lockangeboten wie Festgeld, Zinsturbos, Prämiensonderzahlungen und Verrechnungschecks. In die gleiche Kerbe schlägt nun auch das jetzige Angebot der Badenia.

 

Unter dem Deckmantel, dem Verbraucher etwas Gutes tun zu wollen, stecken vielmehr die eigenen Interessen der Bausparkasse. Warnleuchten sollten daher immer dann angehen, wenn bei älteren Verträgen urplötzlich ein angeblich besserer Tarif angeboten wird. Warum sollten die Bausparkassen damit hausieren gehen?

 

Quelle: Verbraucherzentrale

(Link: www.verbraucherzentrale.de/brief-der-bausparkasse-badenia-2)

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