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| aktualisiert am 17.08.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (18.01.2017)

Schutz für Privatanleger: BaFin will CFD-Handel einschränken

Finanzielle Differenzgeschäfte (CFDs) mit Nachschusspflicht könnten für Privatanleger schon bald der Vergangenheit angehören. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hält dies aus Anlegerschutzgründen für angebracht. Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS) begrüßt dieses Vorhaben und rät bereits Geschädigten zur Prüfung ihrer Ansprüche.

Anleger können mit CFDs schon mit wenig Einsatz hohe Gewinne erzielen, genauso gut aber auch hohe Verluste einfahren. Der Totalverlust bildet nicht einmal das Ende der Fahnenstange. Aufgrund der Nachschusspflicht können die Verluste das eingesetzte Kapital sogar übersteigen. Für Privatanleger sind die Risiken im Vorfeld nicht kalkulierbar, findet auch die BaFin. Deshalb möchte sie den Handel einschränken. Bis zum 20. Januar 2017 kann noch Stellung zum Vorhaben genommen werden. Danach entscheidet sich, ob dieses tatsächlich umgesetzt wird.

Ein Verbot von CFDs mit Nachschusspflicht würde Privatanleger erst einmal nur vor neuen Finanzgeschäften dieser Art schützen. Bereits Geschädigte können sich aber die Ausführungen der BaFin zunutze machen. So gilt abzuklären, ob sie ordnungsgemäß über die spezifischen Risiken aufgeklärt wurden. Geschah dies nicht, könnten Schadensersatzansprüche gegen Berater oder Vermittler im Raum stehen. Die professionelle Prüfung der Ansprüche ist deshalb zu empfehlen.

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