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| aktualisiert am 08.11.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (03.01.2017)

Individualbeitrag der Targobank jetzt zurückfordern

Kunden der Targobank können geleistete Individualbeiträge zurückbekommen. Einige Gerichte halten diese für unwirksam. Ein höchstrichterliches Urteil steht zwar noch aus, Betroffene sollten deshalb aber nicht vor Rückforderungen zurückschrecken, so der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS).

 

Eigentlich hätte es hinsichtlich der Individualbeiträge der Targobank bereits ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) geben sollen. Da die Bank jedoch ihre Revision im konkreten Fall zurücknahm (Az. XI ZR 450/15), steht ein solches noch aus. In diesem Einzelfall ist nun das Urteil des Landgerichtes (LG) Mönchengladbach rechtskräftig (Az. 2 S 29/15). Dieses stand, im Gegensatz zum Amtsgericht Mönchengladbach, auf der Seite der Verbraucher.

 

Das LG Düsseldorf urteilte auch mehrfach im Sinne der Verbraucher (Az. 8 S 14/15, 8 T 2/15, 8 S 58/14). Sogar das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf hält den Beitrag aufgrund seiner Laufzeitunabhängigkeit für unwirksam. Außerdem sei auch nicht erkennbar, wofür er überhaupt gezahlt würde (Az. I-6 U 152/15). Wegen der Uneinigkeit der Gerichte, hat es jedoch die Revision zum BGH zugelassen. Nun heißt es abwarten, ob es in diesem Fall zu einem solchen Urteil kommt.

 

Betroffene Kunden sollten sich derweil nicht von der herrschenden Uneinigkeit abschrecken lassen. Die Chancen auf Rückerstattung des Individualbeitrags stehen gut. Da ein Verweis auf die verbraucherfreundlichen Urteile keinesfalls schaden kann, ist bei einem Vorgehen ein solcher anzuraten. Berichten zufolge soll die Bank mittlerweile sogar die Gebühr erstatten, ohne dass geklagt werden müsste. In jedem Fall sollten Betroffene zügig handeln, damit ihre Ansprüche nicht verjähren.

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