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| aktualisiert am 08.11.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (15.02.2017)

Geldmarkt: Das Geschäft mit den Blüten treibt seltsame Blüten

15. Februar 2017. Ab dem 4. April 2017 wird ein neuer 50-Euroschein unters Volk gebracht. Mit neuen Sicherheitsmerkmalen, so der Deutsche Verbraucherschutzring e. V. (DVS) werde der Geldschein wohl nicht mehr so beliebt unter den Geldfälschern sein. Allerdings schaffen es die Blütenmacher immer wieder auch ganz „billiges Falschgeld“ unter die Leute zu bringen.

Die Sicherheitsmerkmale moderner Geldscheine zu fälschen, ist gar nicht so leicht. Doch trotz des schillernden Hologramms, dem durchsichtigen Portraitfenster oder der  Smaragdzahl der zweiten Generation der Euroscheine, kommen auch immer wieder wirklich schlecht gemachte Fälschungen in den Handel. „Das nötige Material bekommt man heute leider schon im Internet“, weiß Jana Vollmann, die Geschäftsführerin des DVS (www.dvs-ev.net), „und manchmal sind derart plumpe Fälschungen unterwegs, dass man sich schon wundern muss, wer diese Scheine annimmt.“ Mit ein paar Klicks kann man sich heute über die dunklen Kanäle im Internet die nötigen Hologrammsticker besorgen, diese ausdrucken und auf ganz einfach Farbkopien kleben. Das sehe zwar nicht gut aus, so Vollmann, finde aber immer noch Abnehmer.

Der 50-Euroschein war bislang das beliebteste Objekt der Falschgeldhersteller. Das liegt an seinem mittleren Wert. „50-Euroscheine werden im Handel, im Gegensatz zu größeren Scheinen, seltener auf ihre Echtheit geprüft“, erklärt Vollmann. Dennoch kommen auf die Fälscherbanden, die sehr oft ihren Sitz in Italien haben, schwere Zeiten zu. Ab dem 4. April 2017 wird ein neuer Schein in den Umlauf gebracht, der dann ein erhöhtes Sicherheitsniveau haben wird. Wird es also in Zukunft weniger Falschgeld in Europa geben? Nein, meint die DVS-Geschäftsführerin: „Es wird immer Menschen geben, die Geldscheine achtlos entgegennehmen. Anders kann man es sich nicht erklären, dass es schon 55-Euroscheine und 300-Euroscheine in die Portemonnaies geschafft haben.“

Übertriebene Angst vor Falschgeld braucht man nicht zu haben, denn die Wahrscheinlichkeit eines „falschen Fuffzigers“ im Geldbeutel ist sehr gering. Im ersten Halbjahr 2016 waren ca. 330.000 gefälschte Euronoten im Umlauf, zeitgleich waren aber auch 18,5 Milliarden echte Scheine unterwegs.

Was macht man mit Falschgeld?

Wer Falschgeld weitergibt, macht sich strafbar, unabhängig davon, ob man es fahrlässig oder vorsätzlich tut. Wenn man einen falschen Schein hat, muss man dies unverzüglich der Polizei melden. Einen Ersatz dafür gibt es aber nicht. Eine Prüfung des Geldes lohnt sich also immer. Ganz gleich, ob die Wahrscheinlichkeit, Falschgeld in den Händen zu haben, äußerst gering ist. Mehr Infos zum Thema Falschgeld finden Sie auf der Homepage der Bundesbank. Klicken Sie einfach HIER.

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