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| aktualisiert am 29.05.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (20.09.2007)

Brentana Wohnbaufonds: Urteil gegen BHW-Bank

Die BHW-Bank muss Darlehen rückabwickeln, die sie Kunden zur Finanzierung von Beteiligungen der Brentana Wohnbaufonds gewährt hatte, so ein Urteil des Landgerichts Hannover.

Geklagt hatte ein Kapitalanleger, der sich an der Brentana Wohnbau Fonds KG beteiligt hatte. Beim Vermitteln der Beteiligung war dem Anleger seitens des Vertriebspartners der Fondsgesellschaft ein Kredit der BHW-Bank vermittelt worden. Obwohl die Bank das Vorliegen eines so genannten „verbundenen Geschäftes“ bestritt, berief sich das Landgericht Hannover (Az.: 3 O 554/04) auf die aktuelle Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH). Demnach spreche schon das Nutzen des Fondsvertriebssytems für eine Zusammenarbeit zwischen der finanzierenden Bank und dem Vertriebspartner des Immobilienfonds. Die Anwälte des Anlegers hatten nachweisen können, dass die Widerrufsbelehrung nicht korrekt formuliert war.

„Während sich andere Banken bei Fremdfinanzierungsstreitigkeiten durchaus verhandlungsbereit zeigen, fuhr BHW bisher eine unnachgiebige Linie“, so der Rechtsanwalt. „Auch wenn die Kredite als `zur freien Verfügung´ bezeichnet wurden, war es für das Gericht entscheidend, dass das Darlehen vom Fondsvertrieb vermittelt wurde.“ Die BHW-Bank muss jetzt die Darlehenszinsen zurückerstatten und den Fondsanteil ihres Kunden übernehmen.

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