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| aktualisiert am 17.08.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (20.09.2007)

Time Warner: 2,65 Milliarden Dollar aus US-Sammelklage

 

Im amerikanischen Sammelklageverfahren gegen Time Warner Inc. ist ein Vergleich erzielt worden. Der Medienriese muss nun geschädigte Anleger – auch aus Deutschland – mit insgesamt 2,65 Milliarden US-Dollar entschädigen.

Der zwischen dem amerikanischen Mediengigant Time Warner Inc. und Klägern in den USA getroffene Vergleich sieht umfangreiche Schadenersatzzahlungen vor. Damit ist das Verfahren beendet, das im Jahre 2002 nach einer Sammelklage eingeleitet worden war. AOL Time Warner – so der damalige Namen des Unternehmens – war vorgeworfen worden, durch Falschinformationen den Börsenkurs von AOL vor der Fusion mit Time Warner bewusst nach oben getrieben zu haben.

Die ausgehandelte Vergleichssumme beläuft sich auf insgesamt 2,65 Milliarden US-Dollar. Der Deutsche Verbraucherschutzbund (DVS e.V.) macht darauf aufmerksam, dann damit nun auch geschädigte Anleger aus Deutschland die Möglichkeit haben, ihren einen Anspruch auf Beteiligung an der Vergleichssumme in den USA geltend zu machen.

So funktioniert das Sammelklageverfahren

Eine Class Action stellt nach US-amerikanischem Prozessrecht eine besondere Klagemöglichkeit für eine Gruppe von Klägern dar. Hierbei ist es jedoch nicht erforderlich, dass sich ein Anleger von Beginn an am Verfahren beteiligt. Auch zu einem späteren Zeitpunkt können sich Geschädigte dem Verfahren anschließen und eine sog. Anspruchsbegründung (Proof of Claim) einreichen. Hierfür entstehen dem einzelnen in den USA keine gesonderten Gerichts- oder Anwaltskosten.

„Wer mit Aktien von AOL Time Warner sein Geld verloren hat, kann damit doch noch einen Teil seines verlorenen Geldes wieder bekommen“, sagt ein Partneranwalt vom Deutschen Verbraucherschutzring (DVS e.V.). Der Anspruch kann bis zum 21. Februar beim zuständigen Klageverwalter in den USA eingereicht werden.

Voraussetzungen

  • Anspruchsberechtigt sind Anleger, die in den „Class Periods“ vom 27.01.1999 bis zum 11.01.2001 mit AOL-Aktien bzw. vom 11.01.2001 bis einschließlich 27.08.2002 mit Time Warner Aktien gehandelt haben und daraus einen Verlust erlitten haben.
  • Ansprüche können mit Hilfe des so genannten Proof-of-Claim-Formulars in englischer Sprache beim Klageverwalter in den USA angemeldet werden.
  • Einsendeschluss (Poststempel) ist der 21. Februar 2006.

Die entsprechenden Formulare sind in der Geschäftsstelle des Deutschen Verbraucherschutzrings (DVS e.V.) in Jena (Löbdergraben 11 in 07743 Jena) erhältlich. Hier erhalten Interessenten Tipps und fachkundige Anleitung zum Ausfüllen.

Betroffene Anleger können sich ab sofort der Interessengemeinschaft Time Warner Sammelklage im Deutschen Verbraucherschutzring DVS e.V. anschließen.
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