|
|
|
| aktualisiert am 29.05.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (20.09.2007)

BaFin schließt Reithinger Bank – Bankkunden drohen Verluste


„Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 02.08.2006 die Erlaubnis der Privatbank Reithinger GmbH & Co. KG zum Betreiben von Bankgeschäften aufgehoben. Um die der Bank anvertrauten Vermögenswerte zu schützen und um eine ungleichmäßige Befriedigung der Gläubiger des Institutes zu vermeiden, hat die BaFin am selben Tag gegenüber der Privatbank Reithinger ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot (‚Moratorium’) erlassen." teilt die BaFin auf ihrer Internetseite mit.

Zur Begründung führt die BaFin aus, dass die Gefahr bestand, dass das Institut seine Verpflichtungen gegenüber seinen Gläubigern nicht erfüllen könnte. Ebenfalls sei aufgrund der wirtschaflichen Intransparenz die Aufsicht über das Bankhaus beeinträchtigt gewesen, womit die BaFin keine andere Möglichkeit gesehen hätte, als der Bank die Erlaubnis zu entziehen und das Moratorium zu verhängen.

Da die Reithinger Bank seit September 2002 nur noch der Grundsicherung durch die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) angehört, sind Einlagen der Kunden lediglich in Höhe von 90 % - maximal jedoch bis zu einem Betrag von 20.000 Euro – gesichert. Eine Entschädigungszahlung würde erfolgen, wenn die BaFin den Entschädigungsfall feststellt. Mit dem darüber hinausgehenden Betrag würden die Kunden im Falle der Insolvenz der Bank am Insolvenzverfahren als Gläubiger teilnehmen.

Da Inhaberschuldverschreibungen und Genussrechte nicht durch die EdB abgesichert sind, dürften viele Kunden als auch eng mit der Bank verflochtene Beteiligungsgesellschaften, die in Inhaberschuldverschreibungen investiert sind, erheblichen Schaden nehmen.

Diese Anleger sollten prüfen lassen, in wie weit und gegen wen Schadensersatzansprüche erfolgreich geltend gemacht werden können.

Für Darlehensnehmer der Bank kann im Falle der Insolvenz der Fall eintreten, dass der Insolvenzverwalter die Darlehen zurückfordert. Aufgrund des Moratoriums ist auch eine Prolongation auslaufender Darlehensverträge nicht möglich. Dazu meint DVS-Vertrauensanwalt Torsten Geißler: „Betroffene sollten von einem fachkundigen Rechtsanwalt prüfen lassen, ob dem möglichen Zahlungsbegehren des Insolvenzverwalters Schadenersatzansprüche als Einwendungen entgegenstehen, um den Rückzahlungsanspruch abzuwenden."

Betroffene Anleger können sich ab sofort der Interessengemeinschaft „Privatbank Reithinger" im Deutschen Verbraucherschutzring DVS e.V. anschließen. Der Deutsche Verbraucherschutzring DVS e.V. lässt durch die Vertragsanwälte des Vereins die Ansprüche der Anleger prüfen. Die Aufnahme in die Interessengemeinschaft kostet einmalig 70 Euro (zzgl. MwSt). Dieser Betrag deckt die Verwaltungsgebühren des DVS e.V. ab. Die weitere Mitgliedschaft in der Interessengemeinschaft ist beitragsfrei.

Die 70 Euro werden bei einer späteren Beauftragung der Rechtsanwälte in voller Höhe mit den Anwaltskosten verrechnet. Die Anspruchsprüfung des Falles durch die Rechtsanwälte löst jedoch keine gesonderten Kosten aus. Für Fragen in dieser Angelegenheit steht den Anlegern die Telefonnummer 03641/353504 der DVS-Geschäftsstelle Jena zur Verfügung.

Hier können Sie sich der Interessengemeinschaft Privatbank Reithinger anschließen. Direkt zur Anmeldung

<< zurück  

zurück | drucken | nach oben | Schriftgröße: normalmittelgross