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| aktualisiert am 29.05.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (20.09.2007)

Berichtstermin DM-Beteiligungen AG – Verbraucher gehen mal wieder leer aus


Am 20.10.2006 fand der Berichtstermin in Sachen der insolventen DM Beteiligungen AG am Amtsgericht Düsseldorf statt.

Wie der Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Piepenburg berichtete konnten insgesamt 34 Immobilienobjekte festgestellt werden. Davon seien 15 Objekte belastungsfrei, bei 15 konnte eine Grundschuldeintragung zugunsten der Gesellschaft erreicht werden, weitere vier Objekte seien noch mit Rechten Dritter belastet.

Aus der Veräußerung von Immobilien am Airport Bremen konnte ein Erlös von 400.000 Euro erzielt werden, welcher nach Zahlung zur Masse fließen werde.

Derzeit stünde eine Masse von ca. 2,4 Mio. Euro zur Verfügung, mit einer Quote für die Schuldverschreibungsgläubiger würde derzeit jedoch noch nicht gerechnet, wurde weiter ausgeführt.

Der Insolvenzverwalter werde Schadensersatzansprüche einklagen. Diese Ansprüche richten sich sowohl gegen die Wirtschaftsprüfer der Gesellschaft als auch hauptsächlich gegen zwei Verantwortliche, deren Namen nicht genannt wurde. Wenn man jedoch weiß, dass hinter der Firmenstruktur Herr Jürgen Schlögel stand, gegen den die ebenso insolvente WBG Leipzig West AG Ansprüche geltend macht, dürfte man einen der Anspruchsgegner kennen.

Ein Gläubigerausschuss wurde auf Vorschlag des Insolvenzverwalters nicht gewählt. Begründet wurde das Ansinnen damit, dass Ermittlungsergebnisse nicht in die Öffentlichkeit gelangen sollten. Auch aus diesem Grunde soll der Bericht des Insolvenzverwalters bzw. dessen Gutachten nicht zugänglich gemacht werden.

DVS-Vertrauensanwalt Torsten Geißler von PWB Rechtsanwälte Jena hält dies für einen Verstoß gegen das Akteneinsichtsrecht. Danach ist es den Verfahrensbeteiligten, wozu auch die Gläubiger nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens gehören, möglich, beim Insolvenzgericht Einsicht in die Insolvenzakte, in welcher sich auch das Gutachten des Insolvenzverwalters befinden sollte, zu nehmen.

Betroffene Anleger können sich durch Anwälte der Interessengemeinschaft „DM Beteiligungen AG" im Deutschen Verbraucherschutzring DVS e.V. beraten lassen.

Der DVS lässt durch Vertragsanwälte des Vereins die Ansprüche der Anleger prüfen. Die Aufnahme in die Interessengemeinschaft kostet einmalig 70 Euro zzgl. MwSt. Dieser Betrag deckt die Verwaltungsgebühren des DVS e.V. ab. Die weitere Mitgliedschaft in der Interessengemeinschaft ist beitragsfrei. Die 70 Euro zzgl. MwSt werden bei einer späteren Beauftragung der Rechtsanwälte in voller Höhe mit den Anwaltskosten verrechnet. Die Anspruchsprüfung des Falles durch die Rechtsanwälte löst jedoch keine gesonderten Kosten aus. Für Fragen in dieser Angelegenheit steht die Telefonnummer 03641/353504 der DVS-Geschäftsstelle Jena zur Verfügung.

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