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| aktualisiert am 29.05.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (20.09.2007)

Stadtresidenz Leipzig GbR abgewickelt


Die Gesellschafterversammlung der Stadtresidenz Leipzig GbR Immobilienfonds hat die Abwicklung der Gesellschaft und die Veräußerung des gesamten Grundbesitzes beschlossen. Für viele Anleger bedeutet dies, dass sie sich nach einer alternativen Altersvorsorge umschauen müssen.

Zahlreiche Anleger stehen nach der Abwicklung der Gesellschaft vor einem Scherbenhaufen: Statt einer Sicherheit für das Alter bleiben die Schulden, die viele zur Finanzierung ihrer Anteile gemacht haben. Besonders Kleinanleger sind von der Zahlungsunfähigkeit des Fonds betroffen. Oftmals wurden die Beteiligungen über ein Darlehen bei der Volks- und Raiffeisenbank finanziert, das zwischenzeitlich auf die BAG Bank übergegangen ist.

Der Erlös des Verkaufs der Fondsimmobilie bringt nur einen Bruchteil dessen ein, was ursprünglich für die Immobilie gezahlt wurde. Darüber hinaus werden nach der Veräußerung die bestehenden Verbindlichkeiten des Fonds abgezogen. Lediglich der verbleibende Rest wird an die Fondsbeteiligten ausgeschüttet. Insgesamt können die Investoren mit einem Verlust von rund 95 Prozent ihres Kapitals rechnen.

„Da viele Anleger der Stadtresidenz Leipzig GbR die Darlehen zur Finanzierung der Fondsanteile in Haustürsituationen abgeschlossen haben, ergeben sich eventuell rechtliche Möglichkeiten, sich aus den Verträgen zu lösen“, sagt Torsten Geißler, Vertrauensanwalt des Deutschen Verbraucherschutzrings (DVS e.V.). „Fraglich seien auch die ursprünglichen Wertansätze. Geißler: „Vor weiteren Zahlungen an die Banken sollten von der Pleite betroffene Anleger ihren Fall von auf Kapitalanlagerecht spezialisierten Anwälten prüfen lassen“.
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