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| aktualisiert am 17.08.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (20.09.2007)

Frankonia - Unseriöse Vertriebsmethoden


Die Frankonia-Gruppe aus Würzburg warb seit Ende 1994 mit Geldanlagen, die als sichere Altersvorsorge angepriesen wurden oder mit denen sich eine Steuerersparnis realisieren ließe. Dieses Investment machte die meisten Anleger jedoch zu Gesellschaftern einer so genannten atypisch stillen Beteiligung. Damit ist der Anleger quasi ein Mitunternehmer der Gesellschaft und muss, je nach Höhe seiner Beteiligung, auch Verluste der Gesellschaft mittragen. Eine solche Anlageform beinhaltet immer das Risiko eines Totalverlusts und ist damit als Altersvorsorge völlig ungeeignet.

Ursprünglich lag der Vertrieb der Frankonia-Produkte bei der Futura Finanz AG aus Hof. Bereits 2001 prangerte die Fachpresse immer wieder das Geschäftsgebaren von Futura an und kritisierte „die unseriösen Vertriebsmethoden der Futura Finanz bei der Vermittlung der Frankonia-Angebote“ (FINANZtest 10/2006).

Seit Frühjahr 2004 arbeitet die Frankonia-Gruppe mit einem neuen Vertrieb, der Südfinanz AG, zusammen. Allerdings spricht einiges dafür, dass die Südfinanz AG mit ganz ähnlichen Methoden ihre Produkte verkauft. Denn trotz des Totalausfallrisikos wirbt das Unternehmen auf seiner Website damit, seine Kunden „frei von finanziellen Sorgen und von Ungewissheiten“ machen zu wollen.

Zahlreiche Gerichte haben bereits Vermittler derartiger Beteiligungen wegen Falschberatung verurteilt. Für Anleger ist es daher ratsam, ihren Einzelfall anwaltlich prüfen zu lassen. Es bestehen hier durchaus Chancen für eine Einigung mit der Beteiligungsgesellschaft und dem Vermittler. Bei einer Falschberatung können möglicherweise auch Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden. Anleger sollten ihren Fall darüber hinaus auf die rechtlichen Möglichkeiten einer Rückabwicklung untersuchen lassen.
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