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| aktualisiert am 29.05.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (08.11.2007)

Göttinger Gruppe insolvent – Tausende Anleger betroffen: Kostenlose Informationen

Über das Vermögen der Securenta AG als zentrales Unternehmen der Göttinger Gruppe wurde am 08.06.2007 das vorläufige Insolvenzverfahren angeordnet. Betroffen von der Insolvenz sind ca. 100.000 Anleger.

Die Göttinger Gruppe vertrieb in den 90er Jahren Altersvorsorgemodelle (Securente) auf der Basis atypisch stiller Beteiligungen. Neben vom Anleger zu leistenden Einmalanlagen wurden auch Verträge mit sehr langer Laufzeit geschlossen, in die der Anleger ratierlich einzahlte. Mit der Insolvenz der Securenta scheinen die angesparten Gelder nun verloren.

Grund für die Insolvenz können die jahrelange Misswirtschaft des Unternehmens und gerichtliche Vergleiche sein, in denen sich die Göttinger Gruppe verpflichtete, Anlegern die Sparbeträge oder einen Teil davon zurückzuzahlen. Hierzu war die Securenta am Ende offensichtlich nicht mehr in der Lage.

Gerade in der ratierlichen Einzahlung der vereinbarten Vertragssumme liegt für die Anleger nun das Problem. Denn bei der Insolvenz des Unternehmens haftet der Anleger mit der vereinbarten Einlage, also mit mehr als unter Umständen bereits eingezahlt ist.

Der Insolvenzverwalter wird erfahrungsgemäß, so das Insolvenzverfahren eröffnet wird, die Anleger auffordern, den Rest auf die Vertragssumme zu zahlen. Gleichzeitig kann er Ausschüttungen für die letzten vier Jahre zurückfordern, da diese nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden sondern als Auszahlungen aus dem eingezahlten Kapital gelten dürften.

Für die Anleger heißt das, dass nicht nur das bisher eingezahlte Geld weg ist, sondern dass sogar noch Zahlungen drohen. Der Anlegerschutzanwalt des DVS e.V., Rechtsanwalt André Gerhard Morgenstern (Jena), glaubt nicht, dass die Anleger wissen, dass Sie mit ihren Einlagengeldern dem Insolvenzrisiko ausgesetzt waren.

Die Vertrauensanwälte des Deutschen Verbraucherschutzringes e.V. (DVS e.V.) raten allen betroffenen Anlegern, unbedingt prüfen zu lassen, ob nicht Schadensersatzansprüche dem Zahlungsbegehren entgegenstehen und nicht noch Dritte für den Schaden haftbar zu machen sind.

Der DVS e.V. hat zur Bündelung der Interessen der betroffenen Anleger eine Interessengemeinschaft gegründet, die die Durchsetzung der Ansprüche des einzelnen erleichtern soll. Zu diesem Zweck kooperiert der DVS e.V. auch mit der durch die Anlegerschutzkanzleien Robert Kempas Segelken (Bremen) und PWB Rechtsanwälte Jena initiierten Arbeitsgemeinschaft Securenta. Die Vertrauensanwälte des DVS e.V. informieren und beraten betroffene DVS-Mitglieder telefonisch kostenfrei.
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