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| aktualisiert am 17.08.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (20.09.2007)

DZ-Bank vor Klagewelle?

Der DZ-Bank Frankfurt, der Zentralbank der Volksbanken und Raiffeisenbanken drohen möglicherweise Schadenersatzklagen in Millionenhöhe. Hintergrund ist die Vermittlung geschlossener Immobilienfonds in den 90er Jahren. Darunter befanden sich auch Fonds der früheren DG-Bank, die durch einen Zusammenschluss in der DZ-Bank aufgegangen ist.

Offensichtlich waren sowohl die  Immobilien als auch die Mieteinnahmen über-bewertet. Davor hatte übrigens der Branchendienst „Kapitalmarkt intern“ bereits Anfang der 90er Jahre gewarnt. Die Prognosen seien zu optimistisch und die Informationen oft unzureichend gewesen. Trotz dieser Warnung waren die Fonds von den Volks- und Raiffeisenbanken verkauft worden.

Ein weiteres Risiko war, dass die Fonds über Kredite finanziert wurden. Offenbar wurden die Anleger auch hierüber nicht unterrichtet, genauso wenig wie über die Tatsache, dass die Banken für die Vermittlung der Fonds Provisionen erhielten.

Nach Schätzungen von Anlegerschutzanwälten sind mehr als 20.000 Anleger betroffen, die teilweise erhebliche Verluste zu beklagen haben.  Der gesamte Schaden liegt vermutlich bei rund 500 Millionen Euro.

Sollten die anhängigen Verfahren erfolgreich sein, drohen der DZ-Bank und vermutlich auch zahlreichen Volks- und Raiffeisenbanken Schadenersatzklagen in Millionenhöhe.

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