|
|
|
| aktualisiert am 29.05.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (20.09.2007)

Bundestag beschäftigt sich mit insolventem Phoenix Kapitaldienst und den Konsequenzen der Anlegerentschädigung

Kurz vor der Sommerpause beschäftigte sich der Bundestag am 5. Juli unter dem Tagesordnungspunkt 18 mit den Konsequenzen aus einem der größten Anlagebetrugsskandale unseres Landes: Der Insolvenz der Phoenix Kapitaldienst GmbH aus dem Jahr 2005. Phoenix hatte in den 90er-Jahre bei rund 30.000 Anlegern gut 675 Millionen Euro eingesammelt. Die BaFin untersagte im Jahr 2005 den Geschäftsbetrieb. Einige der damaligen Geschäftsführer der Phoenix Kapitaldienst sind wegen Betrugs bereits rechtskräftig verurteilt.

Schwerpunkt der Diskussion war die, auch nach Meinung der Parlamentarier, völlig unterfinanzierte EdW. Nach den Berechnungen müsste die EdW über 400 Millionen Euro Schadenersatz zahlen, der Insolvenzverwalter konnte 230 Millionen an Vermögenswerten sicherstellen, aber nur 5 Millionen Euro befinden sich in den Kassen des Sicherungsfonds. Folge: Die anderen Mitglieder des EdW müssten Sonderzahlungen leisten, was sie nicht wollen.

Nach Auffassung verschiedener Parlamentarier soll das gesamte System der Anlegerentschädigung dringend reformiert und das Einlagensicherung- und Anlegerentschädigungsgesetz (EAEG) novelliert werden.

Der Antrag wurde an den Finanzausschuss überwiesen.

Lesen Sie das gesamte Protokoll zu diesem Thema unter der Rubrik "Arbeitsgemeinschaft Phenix".


<< zurück  

zurück | drucken | nach oben | Schriftgröße: normalmittelgross