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| aktualisiert am 29.05.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (20.09.2007)

Schweizer Vermögensverwaltung MWB muss Schadenersatz bezahlen

 Rund 30.000 € muss die MWB Vermögensverwaltung AG Appenzell/Zürich an einen geschädigten Anleger bezahlen. Dies hat das OLG Dresden nun in zweiter Instanz entschieden und damit auch das erste Urteil bestätigt. Die MWB muss jetzt dem Anleger sämtliche Beträge einschließlich dem entgangenen Gewinn für die Vertragslaufzeit zahlen.

Mit der Entscheidung hat das Gericht erneut Anleger gestärkt, die Forderungen gegen ausländische Finanzdienstleister in Deutschland einklagen wollen. Die MWB hatte in dem Rechtsstreit die Ansicht vertreten, deutsche Gerichte seien für die Klage nicht zuständig. Die Richter waren jedoch der Meinung, dass das Geschäftsmodell der MWB eindeutig auf Deutschland ausgerichtet war und dass bereits bei Vertrags- anbahnung systematisch gegen deutsches Recht verstoßen wurde. So erfolgte die Kontaktaufnahme durch Call-Center über unaufgeforderte Anrufe und durch Vermittler in Deutschland unrechtmäßig. Auch läge keine notwendige Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) vor.

Aufgrund des Urteils können jetzt auch weitere Geschädigte Schadenersatz fordern.

Das Urteil ist rechtskräftig.


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