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| aktualisiert am 29.05.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (06.11.2007)

Auszahlung an Phoenix-Geschädigte gestoppt

Die betrogenen Anleger der Kapitalanlagegesellschaft Phoenix müssen weiter auf ihre Entschädigung warten. Der Insolvenzplan, der die Auszahlung der Gelder an die Gläubiger vorsah, wurde vom Landgericht Frankfurt/Main gekippt. Damit erhalten die rund 30.000 Anleger derzeit kein Geld. Laut Plan sollten rund 200 Millionen Euro an die Anleger verteilt werden.

Nach Ansicht der Richter entsprach der Plan nicht den Anforderungen des Insolvenzrechts. Grund der richterlichen Prüfung waren die Beschwerden des Wertpapierhauses Citco Global Custody N.V. (Dublin) und weiterer 15 Beschwerde-führer. Citco Global Custody pochte auf die komplette Rückzahlung, da sie nach eigenen Angaben erst in den letzten Monaten vor dem Insolvenzverfahren in erheblichen Umfang Einzahlungen bei Phoenix geleistet hatte.

Der Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Frank Schmitt, will gegen das Urteil Beschwerde beim Bundesgerichtshof einlegen.

Ob die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) Abschlagszahlungen leisten wird, ist noch offen.



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