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| aktualisiert am 29.05.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (10.12.2007)

Comdirect fiance AG

Schadenersatzklage wegen falscher Beratung

Die comdirect finance AG (Quickborn) sieht sich mit einer Schadenersatzklage konfrontiert, da sei einen ihrer Kunden nicht vollumfänglich über die möglichen Risiken bei der Geldanlage in Medienfonds aufmerksam gemacht haben soll.

Der Fall ist insofern außergewöhnlich, als der Bankkunde, der jetzt Klage beim zuständigen Landgericht Itzehoe eingereicht hat, sich ausdrücklich bei der comdirect finance AG erkundigt hatte, ob die erheblichen Verlustzuweisungen in seiner Steuererklärung, mit denen er durch seine Beteiligung an den beiden Medienfonds „Achte Boll Kinobeteiligungs-AG“ und „Montranus Dritte Beteiligungs-KG“ rechnete, auch wirklich sicher seien. Ihm selbst waren Zweifel gekommen, als er kurz vor seiner Entscheidung aus den Medien über die Schwierigkeiten der Anleger der VIP Medienfonds III und IV erfahren hatte. Die comdirect finance AG versicherte ihm jedoch, er brauche sich keine Sorgen zu machen. Die Fälle seien überhaupt nicht vergleichbar. Entgegen dieser optimistischen Einschätzung wurden die Verlustzu-weisungen, die der Anleger guten Glaubens geltend gemacht hatte, aber bis heute vom Finanzamt nicht gewährt. Daraufhin reichte er Klage gegen die Bank ein.

Experten raten Anlegern, die in Medienfonds investiert haben, von spezialisierten Anwälten prüfen zu lassen, ob auch die Schadenersatzansprüche gegen Bank- und Anlageberater geltend machen können, wenn der Fiskus bei ihnen zunächst gewährte Steuerersparnisse nun zurückfordert. Eine Stellungnahme von der comdirect Bank AG zu der Schadenersatzklage war leider nicht zu erhalten.

Sollten Sie selbst Probleme mit dieser Gesellschaft haben, können Sie sich jederzeit auch an uns wenden. Wir helfen Ihnen gerne weiter. Siehe dazu unsere Rubriken unter „Der DVS“ .

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