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| aktualisiert am 29.05.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (13.12.2007)

Aufina-Aufsichtsrat muss Schadenersatz leisten

 Der Ex-Präsident der Hessischen Landesbank und Berater des Bundeswirtschafts- und Finanzministeriums, Professor Wilhelm Hankel, ist vom Landgericht Düsseldorf zum Schadenersatz an Anleger der insolventen Aufina-Holding verurteilt worden. Hankel war Vorsitzender des Aufina-Aufsichtsrats. Der Holding wird vorgeworfen, über 7 000 Anleger um mehr als 50 Millionen Euro gebracht zu haben.

Die Vorstände der Aufina, die das Anlegerkapital zu eigenen Zwecken missbräuchlich verwendet haben, sind bereits zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Das Urteil gegen Hankel ist insofern von Bedeutung, als Aufsichtsräte nach dem Aktiengesetz eigentlich nur gegenüber der Gesellschaft und nicht gegenüber den Anlegern verantwortlich sind.

Die Aufina hatte 2003 mit der „einmaligen Gelegenheit“ geworben, grundwertgesicherte Aktien einer Immobiliengesellschaft im vorbörslichen Handel erwerben zu können und so einen sicheren Kursgewinn zu erzielen, zumal der Börsengang der Gesellschaft unmittelbar bevorstehe.

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