|
|
|
| aktualisiert am 29.05.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (21.01.2008)

So gibt es wieder Geld zurück. Tipps des DVS für geprellte Kapitalanleger

Erfurt. Die Chancen auf Schadenersatz werden immer besser, denn immer häufiger verurteilen die Gerichte in Deutschland die Verantwortlichen von geplatzten Fonds auf Zahlung von Schadenersatz. „Die Chancen für die betrogenen Anleger, wenigstens einen Teil des bereits gänzlich verlorenen geglaubten Geldes wieder zurückzuerhalten, haben sich im vergangenen Jahr deutlich verbessert“, erklärt Claudia Lunderstedt-Georgi, Geschäftsführerin des Deutschen Verbraucherschutzrings e.V., Erfurt.

„Ein Teil der Gerichte hat sich endlich auf die Seite der geschädigten Kapitalanleger gestellt und die Verantwortlichen wegen falschen Informationen im Anlageprospekt zu Schadenersatz verurteilt“, begrüßt sie die verschiedenen Gerichtsurteile. Gleichzeitig forderte sie alle Anleger auf, konsequenter gegen die Verursacher vorzugehen. „Nur wenn wir alle Beteiligten, seien es Vermittler, Berater, Anbieter, Prospektherausgeber, Treuhänder und sonstige Verantwortliche vor Gericht bringen, wenn sich die Anleger mit allen rechtlichen Mitteln wehren, haben letztlich auch alle betrogenen Kapitalanleger die Chance, wenigstens wieder einen Teil des investierten Geldes zurückzubekommen“, betont Lunderstedt-Georgi. Geschädigte Kapitalanleger sollten sich nach Auffassung des DVS deshalb immer von spezialisierten Rechtsanwälten beraten lassen, die auf Grund ihrer Erfahrung schon in einer Erstberatung abklären können, ob eine Schadenersatzklage auch wirklich Aussicht auf Erfolg hat.

Die größten Chance, das investierte Geld zurück zu erhalten, sieht die Geschäftsführerin des DVS bei fehlerhaften Prospekten oder der falschen Beratung durch Bankberater oder Finanzvermittlern. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn im Prospekt Verlustrisiken oder unvollständig oder falsch dargestellt werden. Weitere typische Hebel für ein gerichtliches Vorgehen sind falsche Renditeberechnungen, fehlende oder falsche Angaben über Provisionen und Gebühren sowie fehlende Hinweise auf personelle und wirtschaftliche Verflechtungen von Beteiligten und schließlich die falsche und ungenügende Aufklärung über die Risiken der Geldanlage.

„Es gibt genügend Ansätze, von den Beteiligten Schadenersatz zu erhalten. Die geprellten Kapitalanleger müssen allerdings schnell handeln, denn die Chancen, Geld zurückzubekommen, sind immer größer, je früher der Einzelne handelt“, erklärt Claudia-Lunderstedt Georgi.

Der Deutsche Verbraucherschutzring kümmert sich um Menschen, die durch betrügerische Unternehmen geschädigt worden sind. Er tritt für die Rechte der Verbraucher als letztes und schwächstes Glied in der Wirtschaftskette ein. „Der DVS e.V. sieht seine Rolle nicht als Konkurrenz zu den öffentlich geförderten Verbraucherzentralen. Vielmehr verstehen wir uns als eine sinnvolle Ergänzung in bestimmten Bereichen, etwa bei der Hilfe für geschädigte und betrogene Kapitalanleger“, betont Geschäftsführerin Lunderstedt-Georgi. Es gehe dabei besonders um die „effektive und effiziente Durchsetzung von Verbraucherinteressen gegen wirtschaftlich stärkere und wendigere Unternehmen und Schädiger“. 

<< zurück  

zurück | drucken | nach oben | Schriftgröße: normalmittelgross