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| aktualisiert am 17.08.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (26.01.2008)

 Es ist 3 vor 12 für Kapitalanleger:

Futura Finanz ist zahlungsunfähig – Michael Turgut erneut in Haft

Der Chef der Futura Finanz Zukunftsunternehmen für Finanz- und Wirtschaftsberatung GmbH & Co. KG (kurz Futura Finanz), Michael Turgut, ist auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof verhaftet worden. Unmittelbar davor hatte die Futura Finanz am 19. Dezember beim Amtsgericht Hof Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. 

Die Inhaftierung Turguts hängt offenbar mit einem Prozess aus dem Jahre 2005 zusammen. Damals war er wegen Steuerhinterziehung zu zwölf Monaten Haft verurteilt worden – allerdings auf Bewährung. Außerdem musste er sich zur Zahlung einer Geldstrafe in Millionenhöhe verpflichten. Zu dem Haftbefehl kam es wohl, weil er die fälligen Raten nicht mehr bezahlen konnte.

Mit seiner Verhaftung haben wohl auch die weiteren Aktivitäten Turguts, der nebenbei auch noch eine Firma mit dem Namen IFF AG sein eigen nennt, ein zumindest vorläufiges Ende gefunden. Die Zahl der Anleger, die durch seine verschiedenen Firmen geschädigt wurden, ist riesig. Nach Angaben der Financial Times Deutschland hatten in den vergangenen Jahren Turguts Finanzvehikel vor allem Beteiligungen der Göttinger Gruppe vermittelt; die Göttinger Gruppe war im Sommer 2007 pleite gegangen. Dabei soll bei den rund 250 000 Anlegern ein Schaden von insgesamt über eine Milliarde Euro entstanden sein. Für viele Menschen bedeutet dies möglicherweise den Verlust der gesamten privaten Altersvorsorge.

Gegen Turgut sowie gegen andere Verantwortliche der Göttinger Gruppe sind zahlreiche Klagen anhängig.  

Einen Hoffnungsschimmer für die geschädigten Anleger könnte eine Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom Dezember 2007 darstellen, bei der es um Projekthaftungsansprüche bei einem Finanzprodukt der Göttinger Gruppe geht. Danach nämlich müssen Anleger die Prospekt-Unterlagen zum Fonds nicht einmal erhalten haben, um bei dessen Fehlerhaftigkeit die Initiatoren belangen zu können. 

Futura Finanz-Vermittler haben zahlreiche Verträge von Beteiligungen an  Unternehmen der zwischenzeitlich insolventen Göttinger Gruppe (Securenta), der Frankonia und der Deutschen Anlagen AG veräußert. 

Geschädigte können sich der Arbeitsgemeinschaft Futura Finanz des DVS anschließen. Weitere Infos siehe unter unserer Rubrik Arbeitsgemeinschaft Futura Finanz.

 

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