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| aktualisiert am 17.08.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (10.06.2008)

Caviar Creator Inc.:
Falsche Beratung per Telefon: Schadensersatz

 „Im Trüben nach Anlegern gefischt“, titelte börse-online.de Anfang Juni und meinte damit die Machenschaften des Aquakulturbetreibers Caviar Creator Inc. aus Düsseldorf. Besser kann man es wohl kaum darstellen.

Der Fall: Der Aquakulturbetreiber Caviar Creator Inc., Düsseldorf,(Sitz der Holding ist Las Vegas/Nevada) ist vom Landgericht Düsseldorf zu Schadensersatzleistungen in Höhe von 36 115 Euro verurteilt worden (Aktenzeichen: 3 O 198/07). Die Klägerin hatte, nachdem sie 2004 durch ein unaufgefordertes Telefonat Kontakt zu dem Unternehmen bekommen hatte, aufgrund der in Aussicht gestellten hohen Gewinnmargen und des noch für dasselbe Jahr in Aussicht gestellten Börsengangs, 11 500 Akten erworben. Das Unternehmen lehnte Schadensersatzansprüche zunächst mit dem Hinweis ab, die Anlegerin sei über die Risiken vorbörslicher Aktien aufgeklärt worden, und zwar sowohl per Telefon durch den Berater als auch später durch das Emissionsprospekt.

Das Gericht sah es jedoch als erwiesen an, dass die Telefonberatung zu diesem Punkt nicht stattgefunden habe und der Prospekt die Frau erst erreicht habe, nachdem die Aktien bereits gezeichnet worden waren. Gerade bei der Vermittlung nicht börsennotierter Aktien müsse über den erschwerten Handel mit solchen Papieren aufgeklärt werden. Dazu aber reiche ein Telefongespräch kaum aus. „Der Fall kann als Warnung dazu dienen, dass so genannte Telefonberater allzu oft „im Trüben fischen“, auch wenn es vordergründig um Aquakultur geht“, erklärte Claudia Lunderstedt-Georgi, Geschäftsführerin des Deutschen Verbraucherschutzrings e.V. aus Erfurt.

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