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| aktualisiert am 17.08.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (11.06.2008)

Warnung vor unseriösen Geldanlage-Anbietern:
Neue Broschüre der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt in einer neuen Broschüre „Geldanlage – Wie Sie unseriöse Anbieter erkennen“ vor dubiosen Anlage-Anbietern. Die Broschüre kann von der BaFin-Website (www.bafin.de) herunter geladen werden. Aufgezeigt werden beispielsweise die Hintergründe von Schneeballsystemen oder undurchsichtige Inhaber- und Orderschuldverschreibungen.

In ihrem Jahresbericht 2007 geht die Behörde insbesondere auf Verstöße beim Angebot von Wertpapieren und Vermögensanlagen im Internet ein. So stellte die BaFin bei der „Internet Surf Week“ im Herbst 2007 in ins­ge­samt 110 Fällen Verstöße gegen die gesetzlichen Vorgaben fest. Den größ­ten Anteil dabei machten öffentliche Angebote ohne Wertpapier­prospekt oder Verkaufsprospekt (90 Fälle) aus. Die Bundesanstalt nahm darauf­hin Kontakt zu den Anbietern auf und sorgte für die Einstellung des öffentlichen Angebots. Bei den restlichen 20 Fällen ging es um irreguläre Werbung.

Schließlich geht die Behörde auch auf den Wildwuchs ungebetener Anrufe („Cold Calls“) ein. Sie hat eine solche „Kaltakquise“ bereits 1999 Wertpa­pier­dienstleistungsunternehmen untersagt, da es sich dabei um eine „un­zu­mutbare Beeinträchtigung der Privatsphäre und der Entscheidungs­freiheit des Anlegers“ handele. Inzwischen freilich schrecken offenbar selbst Banken vor der Kaltakquise nicht mehr zurück. Nachdem im Januar gegen ein Kreditinstitut bereits ein Bußgeld verhängt werden musste, hat die BaFin angekündigt, die Geschäftsanbahnungspraktiken der Kredit­institute künftig noch genauer unter die Lupe zu nehmen.

11/06/08

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