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| aktualisiert am 25.05.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (29.07.2008)

1. Was sind Schenkkreise?

Vorsicht vor Abzockern: Vor Schenkkreisen wird gewarnt!

Finger weg von Pyramidensystemen, Kettenbriefen und Schneeballsystemen.

Wenn der Traum vom großen Geld platzt.

Das Landeskriminalamt Berlin warnt sogar mit einem Faltblatt vor der wundersamen und märchenhaften Geldvermehrung, die es nicht gibt, die eben nur ein Märchen ist, mit schlechtem Ausgang. Und trotzdem: Hunderttausende sind besonders in den vergangenen Jahren durch ihre Mitwirkung in sog. Schenkkreisen oder Herzkreisen reingefallen. Der Traum vom großen Geld ist geplatzt. Übrig geblieben sind Schulden in fünf- oder sechsstelliger Höhe. Weg ist nicht nur das Geld, sondern sind meist auch die Freunde, die man als Mitglieder für den Schenkkreis geworben hatte. Reich wurden wenige, oftmals nur die Organisatoren der Schenkkreise selbst.

Trotz aller Warnungen tauchen die Systeme immer wieder auf. Meist unter einem neuem Namen oder in einer neuen Variante. Eines aber haben Sie alle gemeinsam: Sie versprechen schnellen Reichtum ohne großen Aufwand.


Wie funktioniert ein Schenkkreis?

Die Schenkkreise sind meist in vier Hierarchiestufen aufgeteilt.

Acht Personen, die auf Stufe 4 stehen, schenken der auf Platz 1 stehenden Person (oft Chartführer genannt) eine bestimmte Summe (z.B. 5.000 €). Dann wird der Kreis oder die Pyramide geteilt und die andern rücken nach. Personen, die bisher an zweiter Stelle standen, rücken auf Platz 1 vor. Die Mitspieler auf Stufe 1 bis 3 (insgesamt 7 Personen) zahlen keinen Einsatz. Die verbleibenden vier Schenker müssen je zwei neue Personen zum Mitmachen werben, die ihr Geld dann wieder verschenken sollen. Und so weiter, und so weiter…

Kann man wirklich reich werden?

Rein rechnerisch gesehen ist die Chance, selbst beschenkt zu werden, eins zu acht. Klingt nicht schlecht. Allerdings gehen 87,5 Prozent der Mitspieler garantiert leer aus. Denn ein Schenkkreis lebt von immer neuen Mitgliedern, sonst steht der Kreis still und damit stirbt dann die Aussicht, auf den begehrten Platz 1 zu kommen und seinen achtfachen Einsatz einzustreichen. Was aber viele nicht berechnen ist die Tatsache, dass bereits in der achten Runde 1.024 neue Mitspieler erforderlich sind damit das Spiel nicht endet. In Runde 18 werden schon über eine Million Mitspieler benötigt. Das Ende ist vorhersehbar, der Schenkkreis platzt. Ein klassisches Schneeballsystem, bei dem allenfalls die gewinnen können, die früh genug eingestiegen sind. Meist sind es die Organisatoren selbst, denn sie wissen genau, bei welchem Kreis es sich lohnt, noch einzusteigen, um richtig Kasse zu machen.

Nochmals zur Klarstellung des Ablaufs.

Der Gründer eines Schenk- oder Herzkreises hat in der ersten Runde 14 Mitspieler angeworben. Nachdem er sein Geld erhalten hat, müssen in der nächsten Runde 16 neue Spieler (2 Kreise mit 8 Spielern auf Stufe 4) angeworben werden. D.h. es sind bereits 31 Spieler im Einsatz. Damit die ersten 8 Schenker, die in Runde 1 eingetreten sind, in der 4. Runde auf Stufe 1 gelangen können und ausbezahlt werden, müssen bereits 127 Schenker im Spiel sein.

Damit die Mitspieler, die in Runde 4 einsteigen, auf Stufe 1 des Kreises vorrücken können, müssen schon 8.191 Mitspieler geworben werden.

Endet das Spiel in der 10. Runde gibt es zwar 1.023 Beschenkte, aber auch 7.168 Verlierer. Angenommen das Spiel endet in der 15. Runde, so sind es bereits 229.376 Verlierer und kommt das Aus in Runde 20, verlieren 7,3 Millionen Mitspieler ihren Einsatz!

Welche Namen tragen die Schenkkreise?

Bekannt sind zahlreiche Bezeichnungen und Namen wie:

Arturs Tafelrunde, Ballkreis, Die Tafelrunde, Ellipsenkreis, Gifting Circle, Herzkreis, Herzspirale, Lotusblüten-Kreis, Power Circle, Schenkkreis, Spiel des Lebens, Sternenkreis, Sterntaler, Sternentaler, Sonnenmännerkreis.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Namen für die Kreise selbst. Wie beispielsweise „Initiative Bayersicher Unternehmen, „Zukunftsprojekt Deutschland“, „1000er Chart“

Verluste sind einklagbar!

Was tun, wenn man sein Geld im Schenkkreis verschenkt hat, aber sonst leer ausgegangen ist?

Wer Geld in einem Schenkkreis verloren hat, kann den Verlust einklagen. Denn der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit einem Urteil vom 11. November 2005 festgestellt, dass alle Schenkungen im Zusammenhang mit Geschäften, die auf dem Schneeballsystem beruhen, im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches als „sittenwidrig“ gelten und damit nichtig sind. Also, wer sein Geld zurück möchte, muss es vom Beschenkten wieder zurückfordern.

Was macht der DVS?

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. bietet allen Betroffenen Hilfe an und hat dazu eine Arbeitsgemeinschaft „Schenkkreis“ gegründet. Damit sollen die Ansprüche der Geschädigten gebündelt und vor Gericht besser durchgesetzt werden.

 

2. Ziele des Deutschen Verbraucherschutzringes

Der DVS e.V., Deutscher Verbraucherschutzring e.V., setzt sich gezielt für die Interessen geschädigter Verbraucher und Kapitalanleger ein. Oberstes Ziel des DVS ist es, einen privaten Verbraucherschutz in Deutschland weiter fest zu verankern, um so Ihre Interessen als Verbraucher konsequent gegen wirtschaftlich Stärkere durchzusetzen.

Der DVS ist nicht mit staatlich geförderten Verbraucherzentralen zu verwechseln. Als eingetragener Verein arbeitet er mit spezialisierten und erfahrenen Rechtsanwälten zusammen. Nähere Informationen zum DVS, seine Gründer und Mitglieder, erhalten Sie unter www.dvs-ev.net.

Die „DVS-Arbeitsgemeinschaft-Schenkkreis“ ist durch Geschädigte ins Leben gerufen worden, die den DVS damit beauftragt haben, ihre Interessen in einer Arbeitsgemeinschaft zu bündeln und effektiver, als dies einzeln möglich ist, durchzusetzen.

 

3. Ziele der DVS-Arbeitsgemeinschaft „Schenkkreis“

Die „DVS-Arbeitsgemeinschaft-Schenkkreise" wirkt daran mit, dass alle Geschädigten – also auch Sie – zu Ihrem Recht kommen und das investierte – verschenkte - Geld wieder zurückerhalten.

In Zusammenarbeit mit den DVS-Vertrauensanwälten, die über langjährige Erfahrung im Wirtschafts- und Verbraucherschutzrecht verfügen und zahlreiche Erfolge in Form von gewonnenen Prozessen für Geschädigte erzielt haben, werden wir Ihre Interessen kompetent, sachgerecht und effizient vertreten.

Die Kanzleien, für die die DVS-Vertrauensanwälte der „DVS-Arbeitsgemeinschaft-Schenkkreise“ tätig sind, gehören zu den Marktführern im Bereich des Wirtschafts-Verbraucherschutz- und Kapitalanlagerechtes.

4. Angebot der DVS-Arbeitsgemeinschaft „Schenkkreis“: Preiswerte Vorprüfung

Die Aufnahme in eine DVS-Arbeitsgemeinschaft kostet eine einmalige Gebühr von 59.50 Euro (incl.gesetzl. MwSt.). Die Gebühr deckt die Verwaltungskosten des DVS ab. Die Anspruchsprüfung Ihres Falles durch die DVS-Vereinsjuristen sowie die weitere Mitgliedschaft bleiben für Sie beitragsfrei.

Als Gegenleistung für diese Gebühr erhalten Sie eine professionelle Einschätzung Ihres Falles und einen konkreten Vorschlag, wie in Ihrem Fall weiter verfahren werden sollte, ohne dass neben der DVS-Gebühr zusätzliche Kosten auf Sie zukommen.

Folgende Leistungen bieten die DVS-Vertrauensanwälte Ihnen darüber hinaus an:

Wenn sich nach einer Erstbeurteilung Ihres Falles durch die DVS-Vertrauensanwälte ergibt, ob und in welcher Art und Weise in Ihrem ganz individuellen Fall Ansprüche durchzusetzen sind, dann unterbreiten Ihnen die DVS-Vertrauensanwälte folgendes Pauschalangebot zur außergerichtlichen Vertretung. Das Pauschalangebot umfasst folgende Leistungen:

  • Forderungsanmeldung
    2. Verjährungsprüfung
    3. Rechtsschutz
    4. Ermittlungsverfahren
    5. Korrespondenz
    6. Ansprüche gegen Dritte


  • 6.Tipps der Polizei

    Aus einer Information des Landeskriminalamts Berlin:

    Vorsicht vor Abzockern!

    Straftäter haben erkannt, dass viele Mitbürger an einem Nebenverdienst oder einer hauptberuflichen Erwerbsquelle im Rahmen einer selbständigen Erwerbstätigkeit interessiert sind.

    Sie versprechen schnellen Reichtum ohne Aufwand, eine langfristige, sichere Einnahmequelle, viel Geld für wenig Arbeit und versuchen, Mitbürger für Schneeballsysteme, Pyramidensysteme, Kettensysteme und ähnliche Systeme zu ködern.

    Die Veranstalter verwenden für ihre Systeme nicht die Bezeichnung "Schneeballsystem", sondern bezeichnen sie als Multi-Level-Marketing oder Network Marketing. Lassen Sie sich auch nicht von falschen Vergleichen zu namhaften Unternehmen täuschen!

    Gezielt sprechen sie die Bedürfnisse der Menschen nach wirtschaftlicher Besserstellung an und wecken dadurch Neugierde. Kontakte werden geknüpft über persönliche Einladungen zu Präsentationsveranstaltungen über

    • Personen aus dem persönlichen Umfeld,

    • Zeitungsinserate in den Rubriken „Heim- und Nebenverdienste“,

    • Wurfzettel in Briefkästen und an PKW

    Auf Präsentationsveranstaltungen werden den Gästen Produkte vorgestellt und es wird durch die Veranstalter versprochen, dass es unbegrenzte Absatzmöglichkeiten für die Produkte und tolle Aufstiegschancen innerhalb der Firmenstruktur gibt. Dazu ist erst einmal eine Investition erforderlich; meist müssen zunächst überteuerte und wertlose Produkt erworben werden. Sie müssen Vertriebspartner werden und sollen dann weitere Kunden als Vertriebspartner für die Firma werben, wofür hohe Provisionen in Aussicht gestellt werden.

    Der Veranstalter ist jedoch nur daran interessiert, an Ihr Geld und das der anderen Interessenten zu gelangen.

    Produkte sind oftmals:

    • Seminarangebote (u.a. Motivations- und Persönlichkeitsentwicklungsseminare),

    • Produkte des Wellness- und Nahrungsmittelergänzungsbereiches,

    • Verträge im Telekommunikationsbereich,

    • Konkurrenzlose, oftmals innovative neue Produkte.

    Die AG Schneeball rät deshalb zur Vorsicht,

    wenn Sie mit einer Firma, zum Beispiel durch den Besuch einer Werbeveranstaltung in Kontakt kommen, bei der

  • Reichtum und Erfolg versprochen werden,

  • Sie Produkte jeglicher Art kaufen sollen und durch Unterzeichnung eines Vertrages gleichzeitig Teilnehmer am Vertriebssystem werden sollen (z.B. „freier Handelsvertreter“, „Vertriebspartner“),

  • Sie weitere Kunden werben sollen ( z.B. Verwandte, Freunde und Bekannte).

  • Präsentationsveranstaltungen laufen oftmals nach gleichem Schema ab; Opfer sprechen immer wieder von „Gehirnwäsche“:

    • Einführung der Veranstaltung durch laute Musik, die Anwesenden stehen auf, springen auf Tische und Stühle, es folgt rhythmisches Klatschen.

    • Ständiges Beklatschen und Bejubeln des Moderators.

    • Erst wird Ihnen aufgezeigt, welche hohen Summen Sie verdienen können und erst am Ende wird Ihnen gesagt, was Sie hierfür bezahlen müssen!

    • Es werden Ihnen nur positive Dinge erzählt.

    • Kritische Zwischenfragen werden abgewürgt.

    • Hinweise auf die Pflichten einer selbständigen Erwerbstätigkeit werden unterlassen.

    • Es wird eine euphorische Stimmung erzeugt. Es handelt sich um eine fest einstudierte Inszenierung, eine fest einstudierte psychische Beeinflussung der Menschen.

    Viele Teilnehmer verfügen nicht über den Einstiegsbetrag und werden zur Aufnahme von Krediten überredet. Für viele ist das oftmals der Weg in die totale Abhängigkeit.


    Viele Menschen lassen sich blenden und vergessen hierbei, dass

    • niemand Geld zu verschenken hat,

    • Geld/ Vermögen nicht auf Bäumen wächst,

    • ein finanzieller Gewinn ohne reellen Gegenwert des Einen immer einen finanziellen Verlust eines Anderen bedeutet.

    SIE selbst haben die Möglichkeit, anhand einiger Punkte die Seriosität der Geschäftsofferte zu prüfen.

    Ihr subjektives Empfinden ist von Bedeutung!

    • Prüfen Sie, ob Sie tatsächlich an dem Produkt interessiert sind.

    • Wird seitens der Firma versucht, Sie zu beeinflussen?

    • Ist das Produkt nur sekundär von Bedeutung?

    • Geht es primär um das Werben weiterer Kunden?

    • Müssen Sie dafür vorher teure Produkte kaufen?

    • Werden Sie zur schnellen Unterschrift gedrängt? Sollen Sie sofort einen Vertrag unterschreiben?

    Dann: Finger weg!!!

    Glauben Sie keinen Versprechungen von schnellem Reichtum!

    • Bei Schneeballsystemen gewinnt nur der Veranstalter.

    • Als Teilnehmer an einem Schneeballsystem können SIE nur verlieren!!!!!

    • Entweder verlieren Sie Ihren Einsatz oder Sie machen sich selbst strafbar! Denn jeder Teilnehmer an einem Schneeballsystem, der selbst Kunden wirbt, macht sich strafbar!!!!!

    • Abgeschlossene Verträge sind sittenwidrig!!!

    • Schneeballsysteme sind sozialschädlich, weil die Teilnehmer zuerst im privaten Umfeld Kunden werben sollen und zwischenmenschliche Beziehungen ausnutzen.

    • 70-80% der Teilnehmer verlieren ihren Einsatz denn: Schneeballsysteme sind kurzlebig und führen schnell dazu, dass der Markt gesättigt ist.

    Ein seriöses Unternehmen, welches an Ihrer Mitarbeit ehrlich interessiert ist, bezahlt Sie für Ihre Arbeit und lässt Sie nicht teuer bezahlen für leere Versprechungen!

    Lassen Sie sich deshalb nicht (für dumm) verkaufen!!!!

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